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| 11:25 Uhr

Nachwuchs für den Hallensport
Handballer des SV Chemie Guben suchen Mitspieler

Lust auf eine Runde Handball? Bereits ab der ersten Klasse können Kinder beim SV Chemie Guben in der Minigruppe Handball spielen.
Lust auf eine Runde Handball? Bereits ab der ersten Klasse können Kinder beim SV Chemie Guben in der Minigruppe Handball spielen. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Beim SV Chemie Guben fehlt in jeder Altersklasse ballbegeisterter Nachwuchs. Die RUNDSCHAU erklärt, wann und wo interessierte Kinder und Jugendliche bei den Handballern vorbeischauen und den Sport für sich entdecken können. Von Michéle-Cathrin Zeidler

Mühelos fängt Lea im Lauf den Ball von ihrer Mitspielerin mit nur einer Hand, sprintet vor zum Kreis, springt kraftvoll ab und wirft den Ball schwungvoll in die obere linke Ecke des Tors – Treffer.  Handball ist die ganze Leidenschaft der 17-Jährigen. „Ich bin keine Einzelkämpferin. Ich finde es toll, im Team zu spielen und zu siegen“, erklärt die Sportlerin. Ihrer Meinung nach ist Handball dabei eine besonders spannende Ballsportart. „Es ist nicht so langweilig wie Fußball“, lacht Lea. „Es passiert viel mehr, es fallen viele Tore und die Zweikämpfe reizen mich besonders.“ 2007 hat sie das Handballvirus infiziert, aktuell spielt die Blondine in der Frauenmannschaft des SV Chemie Guben. „Nur durch den Wald joggen kommt für mich nicht mehr in Frage“, sagt sie.

Obwohl des SV Chemie Guben viele handballbegeisterte Mitglieder wie Lea hat, fehlt es am Nachwuchs. „Wir brauchen in allen Altersklassen mehr Spieler“, sagt Helga Aigringer, die Abteilungsleiterin für die Handballerinnen. „Erst mit 14 Leuten in einer Mannschaft können wir spielen.“   

Werfen, Laufen, Springen: Das sind die Grundelemente des Handballsports. „Früh übt sich, was ein Meister werden will“ heißt auch beim SV Chemie Guben die Devise. „In unserer Minigruppe können Jungen und Mädchen ab der ersten Klasse spielen“, erklärt Helga Aigringer. „Willkommen ist jeder, der Lust auf Handball hat.“ Gesucht werden Spieler im Alter von sechs  bis 16 Jahren. Interessierte Kinder und Jugendliche können alleine oder mit ihren Eltern zu den Trainingszeiten (siehe Kasten) in der Halle in der Kaltenborner Straße vorbeischauen.

„Handball ist eine Teamsportart. Hier finden die Kinder leicht neue Freunde“, nennt die Abteilungsleiterin weitere Argumente für die Sportart. Durch die Vielfältigkeit des Spiels würden außerdem die Athletik, die Schnelligkeit und die Koordination der jungen Spieler geschult.

„Anfangs können die Kinder noch nicht einmal das Tor von der sechs Meter-Linie treffen“, verrät Helga Aigringer. „Doch bei uns lernen sie den Umgang mit dem Ball, und die Fortschritte stellen sich schnell ein.“ Im Schnitt nehmen die Mannschaften im Monat an zwei Turnieren in der Region zwischen Cottbus, Spree-Neiße und Elbe-Elster teil. Und das mit Erfolg. „Aktuell sind wir nach drei Spielen auf dem ersten Platz“, erzählt Helga Aigringer stolz.

Für sie ist am Handball die Gemeinschaft besonders. „Es ist einfach toll, wenn die ganze Halle mit Zuschauern voll ist und die Mannschaft anfeuert“, so Helga Aigringer. Da die Handball-WM im kommenden Jahr in Deutschland und Dänemark ausgetragen wird, erhofft sie sich einen positiven Effekt auch für den Sport in Guben.

Der SV Chemie Guben ist aus der ehemaligen Betriebssportgemeinschaft BSG Chemie Guben hervorgegangen und wurde am 21. Juni 1990 gegründet. Die Sportarten Badminton, Reha-Sport, Billardkegeln, Handball, Kegeln, Leichtathletik, Schach, Schwimmen und Turnen sind in dem Verein organisiert. Insgesamt spielen rund 250 Kindern und Jugendlichen beim SV Chemie Guben. Die Abteilung Handball hat rund 140 Mitglieder.