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Handel
Händler öffnen zum Weihnachtsmarkt

Manuela und Roger Hentzschel gehören zu den Händlern, die ihre Geschäfte trotz des Streits um den Weihnachtsmarkt öffnen wollen.
Manuela und Roger Hentzschel gehören zu den Händlern, die ihre Geschäfte trotz des Streits um den Weihnachtsmarkt öffnen wollen. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Guben. Trotz Kritik am neuen Standort beteiligen sich einige Gewerbetreibende am verkaufsoffenen Sonntag.

Nicht alle Gubener Innenstadthändler wollen aus Frust über den Standortwechsel für den Weihnachtsmarkt ihre Geschäfte geschlossen halten. „Dass ich aufmache, hat rein gar nichts mit dem Markt zu tun“, betont Roger Hentzschel von Ringfoto-Hentzschel.

Für ihn ist der 17. Dezember ein stadtweiter, verkaufsoffener Sonntag. „Als Händler ist es meine Verpflichtung, zu öffnen“, sagt er. Auch Ines Stark wird ihr Spiel- und Süßwarengeschäft an diesem Tag aufschließen, wie sie sagt. Grundsätzlich findet aber auch sie das Dreieck als Standort für den Weihnachtsmarkt besser. Erst kurzfristig entscheiden will sich Frank Steckling.

Statt auf dem Dreieck wird der Gubener Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende auf den Rathausvorplatz stattfinden. Diese Entscheidung wurde von vielen Gewerbetreibenden kritisiert. Auf der gestrigen Stadtverordnetenversammlung betonte der Gubener Jürgen Cierpinski, dass die „Händler um ihre Existenz kämpfen“.

Auf die umfangreiche Unterstützung der Geschäfte in der Innenstadt verwies hingegen der amtierende Bürgermeister Fred Mahro. Er kündigte aber eine Umfrage unter den Weihnachtsmarktbesuchern an. Sollte diese gegen den Standort ausfallen, will er im darauffolgenden Jahr entsprechend reagieren. Die Stadtverordnete Jana Wilke (GUB-SPN) betonte, dass sie sich inpunkto Sicherheit auf dem Rathausvorplatz besser aufgehoben fühle.