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Trink- und Abwasser
GWAZ will Notstromaggregate kaufen

Die Kanalarbeiten entlang der Forster und Kaltenborner Straße sollen Ende November 2017 abgeschlossen werden, informiert der GWAZ.
Die Kanalarbeiten entlang der Forster und Kaltenborner Straße sollen Ende November 2017 abgeschlossen werden, informiert der GWAZ. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Guben. Wasserverband investiert, um bei künftigen Stromausfällen die Versorgung sicherzustellen.

In zusätzliche mobile Notstromaggregate will der Gubener Wasser- und Abwasserzweckverband (GWAZ) nach dem Sturm Xavier investieren. Das kündigt Geschäftsführer Michael Feige auf der Sitzung des Verbandsausschusses am Dienstag an.

Von „großflächigen Stromausfällen“ im gesamten GWAZ-Verbandsgebiet berichtet Feige. Kurzzeitig sei beispielsweise auch die Trinkwasserversorgung aus dem Wasserwerk in Wellmitz (Oder-Spree) unterbrochen gewesen. Die betroffenen Haushalte konnten alledings relativ schnell wieder mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk in Schwerzko, das zum Trink- und Abwasserzweckverband (TAZV) Oderaue gehört, versorgt werden.

Rund 120 000 Euro will der GWAZ nun in mehrere transportable Notstromaggregate investieren, die im Bedarfsfall auch mobil eingesetzt werden können. Mit einem neuen Generator für den Notfall soll auch das Hauptpumpwerk in Guben ausgestattet werden. Der Vorgänger wurde gestohlen und war, weil er draußen stand, nicht versichert, wie Feige einräumt.

Aus GWAZ-Sicht läuft das Geschäftsjahr 2017 bisher erfolgreich. Im Gesamtverbandsgebiet fällt das Betriebsergebnis bis einschließlich August rund 24 000 Euro besser als geplant aus, betont Feige. Ausnahme ist das Gebiet WE I, zu dem Guben und Schenkendöbern gehören. Hier liegen die Ergebnisse 56 000 Euro unter den Erwartungen.

Rund 43 Kubikmeter weniger Trinkwasser hat der GWAZ im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkauft. „Wir hatten keinen schönen Sommer“, begründet Feige. Dafür entsorgte der Verband 45 Kubikmeter mehr Abwasser, was an den höheren Niederschlägen liegt.

Noch „recht lange“ wird den GWAZ die Altschließerproblematik beschäftigen, wie Feige sagt. Aktuell sind 19 Klagen gegen den GWAZ anhängig, wie er informiert. Drei davon beziehen sich auf die DDR-Staatshaftung. Laut dem Gesetz können staatliche Organe per Gerichtsurteil zur Schadensregulierung gezwungen werden.