Aktuell läuft das Verfahren gegen den Ex-Chef vor dem Landgericht in Cottbus. Den Angaben zufolge soll der Angeklagte das Geld vom Unternehmenskonto auf seine Privatkonten geleitet und damit den privaten Hausbau und Urlaubsreisen finanziert haben. Einen Teilbetrag des veruntreuten Geldes in Höhe von 215 000 Euro hat er bereits zurückgezahlt, bestätigt Wiepke. Die Guwo klagt auch die Restsumme ein, rechnet aber eigenen Angaben zufolge nicht damit, diese im vollen Umfang erstattet zu bekommen. Der 47-Jährige sei inzwischen mittellos, begründet Wiepke. Deshalb sei die ausstehende Forderung im Jahresabschluss 2015 bereits um 90 Prozent gekürzt worden.

38 800 Euro für strittige Vergütungsansprüche und offene Sozialbeiträge haben auch die Gubener Sozialwerke (GSW), deren Geschäftsführer der Angeklagte auch war, in ihre Bilanz eingestellt. Die Verfehlungen im Unternehmen seien vom laufenden Verfahren abgekoppelt worden, erklärt Fred Mahro, amtierender Bürgermeister.

Der GSW-Aufsichtsrat müsse nun entscheiden, wie er mit den Forderungen umgeht.