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Gubiner Pfarrer segnet Ostergaben von Deutschen und Polen

Der Gubiner Gemeindepfarrer Ryszard Rudkiewicz segnete in der Stadt- und Hauptkirche die mitgebrachten Ostergaben.
Der Gubiner Gemeindepfarrer Ryszard Rudkiewicz segnete in der Stadt- und Hauptkirche die mitgebrachten Ostergaben. FOTO: Jana Pozar/zar1
Guben/Gubin. Längst ist es zur Tradition geworden, am Ostersamstag die Ostergaben in der Ruine der ehemaligen Stadt- und Hauptkirche Guben im polnischen Teil der Neißestadt segnen zu lassen. Das ist ein traditioneller Brauch in katholischen Kirchen Polens. zar1

Bunte Körbchen mit Eiern, Wurst, Brot, Salz, Meerrettich und vielem mehr für das Sonntagsfrühstück werden in die Kirche gebracht. Etwa 150 Gubiner fanden wieder den Weg in die Fara Gubinska, aber auch einige Deutsche ließen ihre Körbchen segnen. Magda Roman aus Guben gehörte beispielsweise zu ihnen. Die junge Frau erklärt: "Das Brot steht für das Leben, der Meerrettich für die Bitterkeit des Leidens Christi, das Salz für den Bund zwischen Mensch und Gott, und die Wurst für Wohlstand und Reichtum." All diese Gaben hatte sie mit ihrer Mutter ins Körbchen gepackt. Der Gubiner Gemeindepfarrer Ryszard Rudkiewicz segnete die mitgebrachten Gaben, die am darauffolgenden Sonntag, dem Auferstehungstag Christi, verspeist wurden.

Ab sofort ist es für Interessenten auch wieder möglich, auf den Turm der einstigen Stadt- und Hauptkirche zu steigen.