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| 02:35 Uhr

Gubens Fußballjugend unterstützt Offenen Brief der Rotarier

Guben. Jetzt gibt es noch mehr Unterstützung für den Offenen Brief der Gubener Rotarier: Der Vorstand des Jugendfördervereins (JFV) Fun stellt sich ebenfalls hinter die Forderung nach einem "fairen Miteinander" sowie angemessenen Umgangsformen in den kommunalpolitischen Debatten in Guben. "Der Ton macht die Musik", begründet Gunnar Geilich, Trainer und Vorstandsvorsitzender des JFV Fun. Silke Halpick

Er war selbst zwölf Jahre lang Stadtverordneter. "Auch damals gab es hitzige Diskussionen, beispielsweise als die Pieckschule geschlossen wurde", sagt er. Allerdings seien die Debatten immer "sachlich" geführt worden. Doch seit der Bürgermeisterwahl im Sommer vergangenen Jahres hätten die Diskussionen "Formen angenommen, die nichts mehr mit Demokratie zu tun haben", moniert Geilich. Als Trainer versucht er, seinen Schützlingen gesellschaftliche Werte wie "Anstand" zu vermitteln und selbst ein Vorbild zu sein. Als wenig vorbildhaft bezeichnet er das Verhalten einzelner Gubener, die die Stadtverordneten beleidigen und beschimpfen, weil sie das Wählervotum missachtet sehen.

"Erstaunt" ist Geilich darüber, dass der gewählte Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) seine Anhänger "nicht zurückpfeift" und stattdessen kritisiert, dass er angeblich in die rechte Ecke gestellt werde. Der Offene Brief der Rotarier beginnt mit dem Weiße-Rose-Zitat "Wir schweigen nicht".

Die Evangelische Kirchengemeinde der Region Guben hatte sich bereits in der vergangenen Woche dem Offenen Brief angeschlossen. Auch die Zahl der Privatpersonen, die sich melden und ihre Unterstützung signalisieren, steige, wie Rotarier-Präsidenten Mandy Kleemann bestätigt.