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Gubens Apfelkönig-Posse im August vor Gericht

Guben. Fortsetzung in Gubens Apfelkönig-Posse: Der verhinderte Apfelkönig Marko Steidel will die amtierende Apfelkönigin Antonia Lieske vom Obstthron zerren - und verlangt Schadenersatz vom Marketing- und Tourismusverein. dsf

Die Verhandlungstermine für Gubens Apfelkönig-Posse vor dem Amtsgericht Guben stehen fest. Wie Gerichtssprecher Michael Höhr informiert, geht es ab dem 22. August (10 Uhr) dieses Jahres um gleich zwei Klagen und einen Antrag, die Marko Steidel nach der verlorenen Wahl zur Gubener Apfelmajestät beim Amtsgericht eingereicht hat.

Steidel will die amtierende Apfelkönigin Antonia Lieske vom Thron stoßen - Grund: ihre Wahl sei unrechtmäßig, weil die amtierende Apfelkönigin keinen Führerschein besäße. Insofern, so Steidel, habe sie die Wähler getäuscht. Laut veranstaltendem Verein aber war ein Führerschein nie Voraussetzung für eine Teilnahme an der Wahl.

Außerdem will Steidel Schadenersatz vom Marketing- und Tourismusverein (MuT) in Guben. Den Veranstalter des jährlichen Appelfestes in Guben und der dabei stattfindenden Wahl des Apfelkönigs oder der Apfelkönigin sieht er in der Verantwortung für den "Betrug an seiner Person". Bereits kurz nach der deutlich verlorenen Wahl im Herbst 2016 hatte der Groß Drewitzer Trödler Marko Steidel öffentlich heftige Vorwürfe gegen Antonia Lieske und den MuT geäußert.

Neben der Verhandlung am Amtsgericht wird es auch einen Prozess am Cottbuser Landgericht geben. Erst in diesem Jahr forderte Steidel vom MuT einen Schadenersatz von 20.000 Euro, weil der Verein von der anstehenden Wahl Personen ausgeschlossen hatte, die in den letzten zwölf Monaten juristisch gehen den MuT vorgegangen waren. Eine erneute Bewerbung von Steidel wollte man beim MuT vermeiden. Ein Termin für das Verfahren am Landgericht steht noch nicht fest.