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Gubener Wünsche für Buslinien

Die roten Busse von DB Regio Bus Ost fahren auch in Guben.
Die roten Busse von DB Regio Bus Ost fahren auch in Guben. FOTO: DB Regio
Guben. "Die Busverbindung nach Eisenhüttenstadt muss unbedingt verbessert werden", sagt Horst Kühn, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Guben. Er begründet seine Forderung mit Problemen bei der Gesundheitsversorgung.

Immer häufiger werden Patienten auch an Fachärzte oder an das Krankhaus in Eisenhüttenstadt verwiesen. "Für den, der mit dem Bus dorthin fährt, ist das eine Tagesfahrt", sagt Kühn.

Derzeit wird der Nahverkehrsplan für den Landkreis Spree-Neiße überarbeitet. Irmgard Schneider, Vorsitzende des Vereins Pro Guben, will das nutzen, um noch einmal verstärkt auf die Gubener Probleme aufmerksam zu machen. Wünsche werden von ihr eingesammelt. Anschließend will sie diese bei einem Gespräch in der kommenden Woche auf den Tisch des Landkreises als zuständigen Träger und Finanzier bringen. "Wir müssen versuchen, neue Wege zu beschreiten", betont sie.

"Die Stadt Guben hat ihre Stellungnahme bereits eingereicht", informiert Baufachbereichsleiter Sven Rogosky. Die Schwerpunkte aus Sicht der Verwaltung liegen auf der grenzüberschreitenden Buslinie zwischen Guben und Gubin sowie der Anbindung des Neißecenters an den Nahverkehr. Beide Anliegen sind bereits auf einem guten Weg. Darüber hinaus sieht Guben Handlungsbedarf beim Schülerverkehr, damit alle Kinder die Schule pünktlich erreichen, sowie bei einer möglicherweise zeitlich befristeten besseren Anbindung der Altstadt in den Abendstunden.

Generell positiv bewertet Wolfgram Heym, Niederlassungsleiter der DB Regio Bus Ost GmbH, den neuen Entwurf zum Nahverkehrsplan für die Jahre 2018 bis 2022. Das Unternehmen ist Dienstleister im Linienbündel Spree-Neiße Ost. Er kündigt an, "Synergien im Netz" schöpfen zu wollen und so eine "Angebotserweiterung ohne zusätzliche Kosten" realisieren zu können. Dadurch sei es möglich, auch wenig frequentierte Ortsteile besser erschließen zu können.

Der Landkreis Spree-Neiße ist für insgesamt 5,8 Millionen Fahrplankilometer jährlich zuständig. Das kostet insgesamt 6,9 Millionen Euro pro Jahr, wovon der Landkreis selbst 46 Prozent und damit 3,2 Millionen Euro beisteuert. Der große Rest finanziert sich aus Zuweisungen vom Bund und Land.