Ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr bilanzierte der Vorsitzender des Regionalvorstandes, Dietwald Kriegel, dieser Tage vor Ortsgruppenvorsitzenden und ihren Stellvertretern im Begegnungszentrum an der Berliner Straße. Das geschah in Vorbereitung auf die Delegiertenkonferenz der Volkssolidarität des Kreises, die am 18. April in Komptendorf stattfindet.

Positiver Trend
Positiv war 2006 der Trend bei der Mitgliederzahl. In den fünf Jahren zuvor standen 77 bis 90 Neuzugängen Verluste zwischen 100 und 120 Mitgliedern gegenüber. Das war im vorigen Jahr erstmals wieder anders. Mit 80 Zugängen und 77 Abgängen wurde Stabilität erreicht.
„Wir sind ein Verein, der seinen Leistungen und seiner Kraft vertraut, eine Organisation und eine große Familie der älteren Generation darstellt, die miteinander Glück und Frohsinn erlebt, reist und feiert, aber auch gemäß ihres Mottos ,Miteinander - Füreinander' Ängste, Krankheiten und Schwächen gemeinsam zu überwinden versucht“ , sagte Kriegel. Anteil daran haben die Ehrenamtlichen, deren Zahl in den zurückliegenden sechs Jahren von 205 auf 224 gestiegen ist. Weitere 25 Mitglieder sind in anderen Verbänden, Vereinen, in Gewerkschaften und Parteien aktiv ebenso wie in der Nachbarschaftshilfe.
Großveranstaltungen wie Chorkonzerte, Kabarettangebote, Sommer- und Herbstfeste, Frühschoppen mit Blasmusik, auch unter Nutzung des „Volkshauses“ und der Alten Färberei, haben sich bewährt. Verstärktes Interesse gibt es an der Hobbyausstellung, und auch niveauvolle gesellige Veranstaltungen bleiben Anziehungspunkte.
Für 2007 liegt ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Kulturplan vor. Noch mehr Augenmerk soll auf die „jüngeren Alten“ gelegt werden. Ein weiteres Ziel ist es, einen Ideenkreis zu bilden, der sich mit der Arbeit und Betreuung in den Abendstunden und an Wochenenden beschäftigt.
Auch die Probleme der Volkssolidarität sprach Dietwald Kriegel an. Eines war zum Beispiel über die Jahre der ständige Wechsel von ABM-Stellen. Ende 2006 hat sich nun eine längerfristige Lösung gefunden, die es ermöglicht, mit fünf Teilzeitkräften des Eigenbetriebes Grundsicherung des Kreises im Wechsel von drei Monaten die Arbeit zu bewältigen.

Gute Zusammenarbeit
In seinem Rechenschaftsbericht erwähnte Dietwald Kriegel auch, dass die Reiselust der Senioren ungebrochen ist. Und er lobte die Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat der Stadt, aber auch mit der Gubener Wohnungsgenossenschaft.
Insgesamt, so das Fazit von Dietwald Kriegel, sei die Volkssolidarität auf dem richtigen Weg. „Wir haben die Hoffnung, noch lange gebraucht zu werden, um das zu genießen, was wir mit geschaffen haben.“ Seine Hauptaufgabe sehe er darin, den Mitgliedern die Ängste vor dem Älterwerden zu nehmen. Ältere Menschen sollten sich nicht verkriechen, sondern ihre Kontakte in der Gemeinschaft pflegen.