Bereits zum vierten Mal trafen sich die Fünft- und Sechstklässler, um gemeinsam Sport zu treiben und Spaß zu haben.

"Wir wollen die deutsch-polnische Freundschaft fördern und soziale Kompetenzen entwickeln", sagt Frank Müller, Leiter der Friedensschule. Und Freundschaften wurden schnell geschlossen. "Ich habe mich mit einem polnischen Mädchen im Kanu auf Englisch und mit Zeichensprache unterhalten. Das war lustig", sagt Leonie Lorenz. Schon hat sie eine neue Freundin. "Wir werden bestimmt noch viel gemeinsam machen", sagte sie.

Bevor sich deutsche und polnische Schüler auf dem Wasser Wettrennen lieferten, standen Trockenübungen an Land auf dem Programm. "Ohne Schwimmweste geht niemand ins Kanu", rief Frank Müller. Schließlich steht die Sicherheit an erster Stelle. Einige Schüler sind schon zum zweiten oder dritten Mal dabei. "Die wissen, wie es geht und sind schon richtig schnell am Paddel", lobt Reinhard Kurz, der früher beim Kanu-Zentrum Eisenhüttenstadt als Übungsleiter tätig war. Der Kanute begleitet die Kinder vom ersten Camp an. "Es ist schön zu sehen, welchen Spaß sie haben, wie schnell sie zueinanderfinden", sagte Kurz.

Jakub Rzudcidlo aus Gubin ist bereits zum zweiten Mal in Bresinchen. "Ich mag Paddeln und Schwimmen. Es war beim letzten Mal so schön, dass ich unbedingt wieder hierher wollte", sagte der Zwölfjährige. "Die Atmosphäre ist fantastisch. Uns gefällt alles hier", bestätigte auch Julia Jawinska (12) aus Gubin. Selbst das kühle Wasser schreckt die Grundschüler nicht ab.

"Sie springen ohne Scheu hinein und finden kein Ende", sagte Inga Shcherbyna, Schulsozialarbeiterin in der Friedensschule.

Arthur Gee aus Guben kann es kaum erwarten, mit dem Kanu in See zu stechen. "Klar werden wir unsere neuen Freunde auch nassspritzen", sagte er. Die Mädchen freuten sich schon auf die Nacht im Zelt. "Wir werden uns Gruselgeschichten erzählen", so Joan Eichhorn. Bereits nach der ersten Runde ist Joachim Klos vom Gubener Bootsverein begeistert. "Die Kinder lernen schnell."

Er will in den kommenden Tagen mit den Kindern noch einmal über den Teich im Gubener Stadtpark paddeln. "Auf der Neiße wird ja noch gebaut. Da müssen wir uns ein Ausweichgewässer suchen", erklärte er.

Gefördert wurde das Internationale Camp von der Euroregion Spree-Neiße-Bober mithilfe des Small Project Fund. Vier Kanu-Camps konnten damit finanziert werden, sowie fünf schuleigene Kanus, war von Frank Müller zu erfahren. Für die Zukunft ist eine Arbeitsgemeinschaft Kanusport geplant.