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| 15:13 Uhr

Mit dem Rathauschef im Gespräch
Von Bildungscampus bis Zirkus

 Das letzte Zirkus-Gastspiel fand auf einem Grundstück an der Grünstraße statt. Das sorgte bei Anwohnern für Unmut.
Das letzte Zirkus-Gastspiel fand auf einem Grundstück an der Grünstraße statt. Das sorgte bei Anwohnern für Unmut. FOTO: lr / Engelhardt
Guben. Welche Themen die Gubener beim Bürgerforum im Volkshaus-Garten zur Sprache brachten.

Dem Bürgermeister auf den Zahn fühlen und dabei ein kühles Getränk unter schattigen Bäumen genießen – diese Kombination bot das Bürgerforum der Stadtverwaltung am Mittwoch im Volkshaus-Garten. Dabei wurden zahlreiche Themen angesprochen. Die RUNDSCHAU fasst einige der wichtigsten zusammen.

Bildungscampus in der Altstadt: Die Stadt plant, in der Altstadt Ost, speziell im Bereich Schulstraße und Alte Poststraße, einen Bildungsstandort zu etablieren. Neben der bereits bestehenden Friedensschule und den dazugehörigen Einrichtungen wie dem Hort könnten in dem Bereich auch Kitas angesiedelt werden.

Eine Variante, die bereits im Gespräch ist, ist ein Umzug der Kita „Waldhaus“. Laut Bürgermeister Fred Mahro habe der jetzige Standort der Kita an der Goethestraße keine Zukunft. Ein Grund: Das Land würde dringende Sanierungen in der Kindertagesstätte nicht mehr fördern, da die sich in einem Rückzugsgebiet befindet.

Grundsätzlich gibt es laut Mahro beim Träger, dem „Haus der Familie“, Gesprächsbereitschaft, was einen Umzug in die Innenstadt betrifft. Ein Problem, das viele Eltern dabei allerdings sehen: Die Kita wäre dann eben kein Waldhaus mehr, die unmittelbare Nähe zum Wald und zur Natur ginge verloren.

Am Bildungsstandort Altstadt führt laut Rathauschef aber auch aufgrund der Nähe zu Gubin kein Weg vorbei, da auch auf diesem Gebiet die Zusammenarbeit forciert werden müsse. Für ihn sei beispielsweise klar: „Ohne polnische Schüler wackelt unser Gymnasium.“ Auf alle Fälle soll die Entwicklung des Standortes nun weiter untersucht werden.

Standort des Zirkusses: Kritik hatte es beim letzten Gastspiel eines Zirkusses an dessen Standort auf einem Privatgelände an der Grünstraße gegeben. Der Zirkus hatte sein Zelt und die dazugehörigen Wagen inclusive der Tiere direkt neben mehreren Einfamilienhäusern aufgebaut. Mehrere Anwohner hatten diesen Zustand bei der Stadtverwaltung als unzumutbar kritisiert. Mahro erklärte, dass ein Privatgelände durchaus auf Zeit einem Dritten überlassen werden könne. Trotzdem prüfe die Verwaltung jetzt. ob die Durchführung solcher Veranstaltungen dort überhaupt zulässig ist oder nicht.

Enttäuscht zeigte sich der Bürgermeister, dass der Zirkus den Sprucker Festplatz nicht genutzt hatte. Ein entsprechender Vertrag sei von der Stadt bereits unterzeichnet gewesen. Die Nutzung sei zu „überschaubarem Geld“ möglich gewesen. Stattdessen habe sich der Zirkus für die Alternative an der Grünstraße entschieden.

Frühlingsfest: Auch im kommenden Jahr wird das Frühlingsfest im Mai stattfinden, konkret vom 15. bis 17. Mai. Mahro ermunterte die Gubener, sich noch an einer Umfrage der Stadt zu beteiligen, in der unter anderem nach Tipps und Ideen für das Fest gefragt wird. Zu finden ist die Umfrage auf Facebook unter „Neißestadt Guben“. Sie läuft noch bis 31. August.

Karl-Marx-Straße: Hier machte Mahro den Bürgern keine Hoffnungen, dass sich am baulichen Zustand der Straße in absehbarer Zeit etwas ändern werde. Die Straße gehöre dem Landkreis Spree-Neiße, der lediglich Ausbesserungen vornehme.

 Das letzte Zirkus-Gastspiel fand auf einem Grundstück an der Grünstraße statt. Das sorgte bei Anwohnern für Unmut.
Das letzte Zirkus-Gastspiel fand auf einem Grundstück an der Grünstraße statt. Das sorgte bei Anwohnern für Unmut. FOTO: lr / Engelhardt
(ten)