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| 15:45 Uhr

Guben
Bei Gubener Theatergruppe wird’s jetzt lustig

„Ich bin der letzte Kunde“ singt die Theatergruppe „bühnenReif“ während der Probe. 
„Ich bin der letzte Kunde“ singt die Theatergruppe „bühnenReif“ während der Probe.  FOTO: LR / Silke Halpick
Guben. Nach drei Folgen des Mehrgenerationenstückes „Ach Papa“ versuchen sich die Laienschauspieler in Sketchen.

„Ist denn noch keiner weiter da?“, fragt Anne Bischoff erstaunt. In sechs Tagen ist Premiere für den „Skatch-Work-Abend“ der Theatergruppe „bühnenReif“ des Naemi-Wilke-Stiftes in Guben. Die letzten Vorbereitungen laufen. Nach und nach trudeln die Protagonisten zur Probe im Lesecafé ein.

„Ich kann das gar nicht so gut mit der tiefen Stimme“, murrt Linus. Der Neunjährige ist nervös. Gemeinsam mit seinen Brüdern Niclas und Jonas gehört er zum 13-köpfigen Schauspielerteam. Beim letzten Auftritt war es noch das Grimmsche Märchen „Tischlein, deck dich“, jetzt sind es Sketche bekannter Komiker, die aufgeführt werden sollen. „Doch, du machst das gut“, beruhigt ihn Dorit Herre.

Die Idee für den Sketchabend trägt Anne Bischoff schon „eine ganze Weile“ mit sich herum, wie sie erzählt. Allerdings seien ihr auch die Fallstricke bewusst. „Die Leute messen uns an den ganz Großen“, sagt sie. Dazu gehören für sie persönlich Herricht & Preil, Loriot, Heinz Erhardt, Dieter Hallervorden und Otto. „Ich bin ein totaler Otto-Fan“, gesteht sie. Von dem gebürtigen Ostfriesen wird deshalb auch der Susi-Sorglos-Sketch zu sehen sein. Ansonsten hat sich Bischoff ganz bewusst für die weniger bekannten Witze entschieden, um die Messlatte für die Laiendarsteller nicht zu hoch anzusetzen.

Der „Skatch-Work-Abend“  sei wie ein bunter Patchworkteppich zusammengesetzt, erklärt sie. Es gibt Märchenhaftes, Tierisches, Amtliches, Zwischenmenschliches. Auch Lieder wie „Ich bin der letzte Kunde“ von der Gruppe Silly sind in dem zweistündigem Programm integriert. Bei der Probe klingt der Song allerdings noch etwas schief.

Die Theatergruppe ist aus der Initiative „Eltern spielen für Kinder“ des Wilkestift-Kindergartens hervorgegangen. Zunächst wurden das Mehrgenerationenstück „Ach Papa“ aufgeführt, das ein Lehrer im Internet veröffentlicht hatte. Dann gab es die Fortsetzungen zwei und drei in Eigenregie. „Damit hat sich das Thema ausgespielt“, sagt Bischoff.

Der „Skatch-Work-Abend“ erlebt am 13. Juni, um 19 Uhr, im Lesecafé des Wilkestiftes in Guben  seine Premiere.