Für Nutzer der regelmäßigen Videoaufzeichnungen der Gubener Stadtverordnetenversammlung ergeben sich schon seit der jüngsten fünfeinhalbstündigen Mammutsitzung neue Perspektiven. Damit setzt der Dienstleister und Lokalsender Neißewelle eine Bitte der Stadtverordneten Gabriele Scholz (Linke) um.

Der Blick in die Augen der Gubener SVV-Mitglieder

Sie trage mit ihrem Anliegen Bitten von Zuschauern des Lokalprogramms und der zur Verfügung stehenden Aufzeichnung auf der Internetseite der Stadt Guben weiter, so Gabriele Scholz in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments. Künftig sollen demnach die Stadtverordneten, die in der Alten Färberei ans Mikrofon treten müssen, um ihre Fragen an die Verwaltung zu stellen, in Richtung Kamera und nicht mehr in Richtung Vorsitz der SVV blicken.
Außerdem soll es während der Aufzeichnungen auch Schwenks in den hinteren Teil der Alten Färberei geben, so dass die Stadtverordneten, die dort laut Sitzordnung Platz nehmen, von den Zuschauern gesehen werden können.

Ohne große Absprache umgesetzt

Die Anfrage ist im ersten Teil der jüngsten Sitzung gleich umgesetzt worden – Olaf Franz (AfD) war der erste Stadtverordnete, der sein Anliegen direkt in die Kamera vortragen konnte.
Die SVV-Vorsitzende Berit Kreisig (WGB) verzichtete auf eine lange Absprache mit dem Dienstleiter und hatte gleich live in der Sitzung gefragt, ob die Änderungswünsche umzusetzen seien. Zwar schauten SVV-Vorsitz und Bürgermeister den Fragestellern so nicht mehr in die Augen, aber „der Bürger ist ja wichtig“, so Berit Kreisig.
Ein Mitschnitt der SVV ist auf der Internetseite guben.de verfügbar.
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