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| 15:21 Uhr

Für Bundesfinale qualifiziert
Sprachtalent sorgt für Furore

 Cassandra Frotscher bei der Auszeichnung durch Landrat Harald Altekrüger. Rechts die Leiterin des Gubener Gymnasiums, Stefanie Kletzke.
Cassandra Frotscher bei der Auszeichnung durch Landrat Harald Altekrüger. Rechts die Leiterin des Gubener Gymnasiums, Stefanie Kletzke. FOTO: lr / Engelhardt
Guben. Gubenerin Cassandra Frotscher misst sich im September mit den Besten Deutschlands.

Sprachen sind ihre Leidenschaft. Und sie sollen auch in ihrer beruflichen Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Deshalb beschäftigt sich Cassandra Frotscher schon jetzt sehr intensiv mit Sprachen – und das äußerst erfolgreich. Beim Fremdsprachenwettbewerb „Solo“ gewann die 16-jährige Gubenerin in Cottbus den Ausscheid für den Süden und den Osten Brandenburgs. Und im September wird sie sich mit den 70 Besten Deutschlands beim Sprachenturnier, dem Bundesfinale des Wettbewerbs, in Papenburg messen.

Am Dienstag nutzte Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) einen Besuch in Guben, um Cassandra Frotscher für ihren Erfolg auszuzeichnen. Er überreichte der Schülerin der Klasse 10/1 im Pestalozzi-Gymnasium ein kleines Geschenk und einen Blumenstrauß. Den Klassenkameraden von Cassandra machte der Landrat, der bei der Siegerehrung in Cottbus dabei war, Mut, sich ebenfalls in die Fremdsprachenausbildung hineinzuknien. „Das ist eine riesengroße Chance. Macht das!“

Für den Wettbewerb auf Landesebene bewarb sich die Gymnasiastin mit einem Video, in dem sie nachwies, wie gut sie die englische Sprache schon spricht. Beim Wettbewerb selbst waren dann noch das richtige Schreiben und das möglichst gute Hören des Englischen gefragt. Thema aller drei Teile war Schottland. Zudem gab es noch ein Landeskundequiz zu absolvieren. Beweisen musste Cassandra Frotscher, dass sie sich nicht nur mit den Vokabeln und der englischen Grammatik auskennt, sondern dass sie die Sprache auch kreativ benutzen kann.

Mit ihrem Ergebnis war die Gubenerin eine der besten unter insgesamt rund 3000 Teilnehmern, die bei „Solo“ antraten. Nun freut sie sich bereits auf das viertägige Finale im September. Dort werden die Teilnehmer unter anderem Gruppengespräche in Englisch führen, aber auch ein kleines Theaterstück vorbereiten.

Englisch ist nur eine Sprache, die die 16-Jährige lernt. Auch Französisch und Latein gehören zu ihrem Repertoire – auch wenn Latein eine tote Sprache sei, es also niemanden mehr gebe, der es als Muttersprache nutze. Aber Latein könnte in ihrer künftigen Ausbildung durchaus eine Rolle spielen. Von ihrer beruflichen Zukunft hat die junge Gubenerin, der es wichtig ist, einen Plan zu haben, schon eine klare Vorstellung: „Ich möchte auf alle Fälle auf internationaler Ebene arbeiten. Eine denkbare Variante wäre, Jura zu studieren. Ob das passt, weiß ich aber nicht.“

Mit Sprachen hat sich Cassandra schon sehr früh befasst. „Meine Mutter hat sich sehr dafür eingesetzt, dass ich spielerisch Fremdsprachen lerne. Wichtig ist mir, Sprachen vor Ort, also in den jeweiligen Ländern zu lernen.“ Deshalb reist Cassandra Frotscher auch sehr gern, war schon in England, Frankreich oder Spanien.

Und wie sieht es mit weiteren Sprachen aus? „Vielleicht lerne ich als Nächstes Schwedisch oder Niederländisch.“ Dies wolle sie nicht nur aus praktischen Gründen tun, sondern auch, weil sie zum Beispiel Schweden und seine Hauptstadt Stockholm sehr mag.

 Cassandra Frotscher bei der Auszeichnung durch Landrat Harald Altekrüger. Rechts die Leiterin des Gubener Gymnasiums, Stefanie Kletzke.
Cassandra Frotscher bei der Auszeichnung durch Landrat Harald Altekrüger. Rechts die Leiterin des Gubener Gymnasiums, Stefanie Kletzke. FOTO: lr / Engelhardt
(ten)