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Fit ins neue Jahr
Nicht übermotiviert mit dem Sport starten

Das Team vom Xquisit Fitnessstudio empfiehlt für Sportneuling realistische Ziele und nicht mehr als dreimal in der Woche Training.
Das Team vom Xquisit Fitnessstudio empfiehlt für Sportneuling realistische Ziele und nicht mehr als dreimal in der Woche Training. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. So klappt es mit den guten Vorsätzen: Gubener Sport- und Ernährungsexperten geben Tipps gegen den inneren Schweinehund.

Mehr Sport treiben, fitter werden und sich gesünder ernähren – Ins neue Jahr starteten viele Gubener mit guten Vorsätzen. Dieses Phänomen kennt Ronny Hohlfeld, Inhaber vom Xquisit Fitnessstudio, nur zu gut. Im Januar wird es in seinem Studio traditionell voller. „Wir haben zehn Prozent mehr Anmeldungen als in den anderen Monate“, sagt Ronny Hohlfeld.

Damit die guten Vorsätze nicht schon vergessen sind, bevor die letzten Böller von der Straße gefegt sind, hat der Sportexperte einige Tipps: „Man sollte nicht zu übermotiviert starten, sich immer sein Ziel vor Augen halten und dabei auch realistisch sein.“ Bei falschen Vorstellungen drohe schnell Ernüchterung. „20 Kilo in einem Monat ist einfach unrealistisch. Da ist die Enttäuschung im Februar groß und der innere Schweinehund siegt“, weiß der Inhaber. Für Einsteiger und Sportneulinge empfiehlt er dreimal in der Woche ein Ganzkörpertraining. „So haben die Muskeln Zeit, sich an die neue Belastung zu gewöhnen“, sagt Ronny Hohlfeld. Sollte es trotzdem zu Muskelkater kommen, helfen Bäder und Magnesium. „Auch ältere Menschen können noch mit Sport anfangen – es ist nie zu spät“, betont er. Außerdem hat er eine ernüchternde Nachricht für alle, die im Sommer mit einem Sixpack glänzen wollen: „Die eine Übung für den perfekten Sixpack gibt es nicht. Die verschiedenen Bauchmuskeln müssen unterschiedlich trainiert werden und Ernährung spielt eine große Rolle.“

Und bei der Ernährung weiß Ulrike Held, Diplom Ökotrophologin und Inhaberin von einLaden in Guben, Rat. Sie empfiehlt den Ernährungskreis. Dabei stellen Getreideprodukte, Kartoffeln, Gemüse und Obst die Basis einer vollwertigen Ernährung dar. „Vollkornprodukte sind zu bevorzugen“, betont die Expertin. Tierische Lebensmittel ergänzen in kleineren Portionen den täglichen Speiseplan und fettreiche Lebensmittel sollten eher selten verzehrt werden. „Um den Jojo-Effekt zu vermeiden, ist eine Gewichtsabnahme von ein bis zwei Kilogramm pro Monat das richtige Maß“, sagt Ulrike Held. Gute Vorsätze alleine reichen aber nicht. „Man muss sich den persönlichen Nutzen bewusst machen, seine Gewohnheiten schrittweise ändern und realistische Teilziele festhalten“, rät die Ökotrophologin. Zu extreme Pläne führen dabei nicht zum Ziel: „Strikte Verbote sind nicht hilfreich beim Abnehmen sondern unterwandern die eigene Motivation.“

(mcz)