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| 19:08 Uhr

Gubener Sozialarbeiter als Übergangslösung

Norman Neubauer ist als Sozialarbeiter tätig.
Norman Neubauer ist als Sozialarbeiter tätig. FOTO: sha
Guben. Die Übergangslösung hat jetzt ein Gesicht: Rückwirkend zum 1. April und befristet für drei Monate wird Norman Neubauer die offene 20-Stunden-Sozialarbeiter-Stelle innerhalb der Stadt Guben mit Leben erfüllen. sha

Neubauer ist Sozialarbeiter im Haus der Familie (HdF) und bisher vorrangig innerhalb des Schulverweigerer-Projektes "Zweite Chance" tätig. Sein Teilzeit-Arbeitsvertrag wird für die Übergangszeit auf 40 Stunden aufgestockt.

Im Vorfeld gab es heftige Diskussionen in diversen Fachausschüssen zur unbesetzten Sozialarbeiterstelle. Aus arbeitsrechtlichen Gründen konnte der Vertrag mit der nur befristet eingestellten Schulsozialarbeiterin an der Friedensschule nicht mehr verlängert werden. Die Stadt besetzte die vakante 20-Stunden-Stelle mit Anett Pohl, der Leiterin des Kinder- und Jugendfreizeitzentrums (KJFZ).

Dadurch entstand aber eine Lücke an dieser städtischen Freizeiteinrichtung. Die Stadtverordneten kritisierten, dass den Gubener Kindern und Jugendlichen wertvolle Sozialarbeit vorenthalten wird und möglicherweise sogar Fördermittel des Landkreises Spree-Neiße zurückgezahlt werden müssen.

"Es war nie unsere Absicht, auf diese Stelle grundsätzlich zu verzichten", stellt Stefan Müller, Fachbereichsleiter für Schulen und Soziales, klar. Die Stadt halte auch künftig an den Sozialarbeitern in den Schulen und Freizeiteinrichtungen fest. Allerdings wird sie sich ab Juli dieses Jahres teilweise stärker an der Finanzierung beteiligen müssen.

Norman Neugebauer wird aber nicht ausschließlich am KJFZ eingesetzt. Stattdessen soll er die Schulsozialarbeiterin an der Europaschule unterstützen, Reintegrationsgespräche mit Schulverweigerern führen, das KJFZ-Mittagsangebot bereichern und neue Konzepte für das Haus der Familie vorbereiten. "Ich freue mich darauf", sagt Neugebauer. "Mir macht die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aller Altersklassen Spaß." Seit Anfang des Jahres gehört der Erzieher zum HdF-Team. Zuvor war er im Kinderhaus Grano tätig.

"Wir wollen erstmals ein Lerncamp für Grundschüler in den Sommerferien in Grießen anbieten", betont Kerstin Leutert-Glasche, Geschäftsführerin des Hauses der Familie. In das Fünf-Tage-Projekt sollen die bisherigen Erfahrungen aus dem Lernstübchen sowie aus den stark nachgefragten Ferienlagerangeboten in Grießen einfließen. Den Grundschülern sollen "freizeitorientiert" Lern-Bausteine vermittelt werden.