Man sieht den mehr als 30 Frauen an, dass sie Spaß an Bewegung, Training und den gemeinsamen Treffen haben. "Wir sind immer wieder erstaunt, was wir sportlich noch so drauf haben", sagt Übungsleiterin Ute Friedrich lachend.

Die 63-Jährige leitet die Gruppe, die es seit mehr als zehn Jahren gibt, seit Oktober des vergangenen Jahres. Die jung gebliebene Sportlerin ist ausgebildete Übungsleiterin. "Damals 1992 hieß es noch Pop-Gymnastik", blickt sie schmunzelnd zurück. Natürlich fließen in ihre Gymnastikstunden auch die neuesten Erkenntnisse aus Medizin und Sport. So werden Bewegungen für den Alltag, Konzentrationsübungen, Ausdauer und natürlich die rhythmische Gymnastik trainiert. "Und das hält uns jung", versichert Ute Friedrich.

Vor allem das Trainieren der Bewegungen im Alltag, wie beispielsweise das Halten des Gleichgewichts oder das richtige Tragen und Heben von Gegenständen seien wichtige Einheiten während der Trainingsstunde. Rücken, Hüfte, Bauch, Beine, Po - das alles steht im Vordergrund. Schließlich müsse man im Alter fit bleiben und besonders viel Wert auf das Halten der Muskulatur legen, um Erkrankungen des Bewegungsapparates vorzubeugen oder sie zumindest einzudämmen. Atem- und Entspannungsübungen sind jedoch genau so wichtig. "Ich will einfach nicht einrosten. Außerdem macht es Spaß, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam Spaß zu haben", versichert Dorothea Sebastian. Die 77-Jährige kommt schon viele Jahre zum Training. Auch Brigitte Zschoche (74) ist mit vollem Herzen dabei. "Körperliches Training ist gerade im Alter sehr wichtig, um gegen Altersbeschwerden anzukämpfen und in Bewegung zu bleiben", betont sie. Doch bei allem Sport kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Kürzlich haben die Frauen Fasching gefeiert: Mit den typischen Tänzen und auch ein paar Pfannkuchen.