"Hut ab, kann man da nur sagen", betont der ehemalige Spremberger Bürgermeister, der seit der letzten Bundestagswahl seinen Arbeitsplatz in Berlin hat. Fünf jugendliche Schulverweigerer werden aktuell im Gubener Haus der Familie (HdF) von einem Sozialarbeiter sowie mehreren Schulpädagogen betreut und wieder fit für den Schulalltag gemacht. Seit zehn Jahren gibt es das Projekt, das nach Angaben von HdF-Geschäftsführerin Kerstin Leutert-Glasche "sehr erfolgreich" ist.

Das Haus der Familie in Guben ist eins von insgesamt 450 Mehrgenerationenhäusern bundesweit. Der Bund unterstützt diese Einrichtungen mit einem jährlichen Zuschuss von 40 000 Euro. Die Förderung sei auch weiter nötig, um die "Infrastruktur für die Freiwilligen zur Verfügung zu stellen", betont Leutert-Glasche.

Das Haus der Familie bietet den Menschen in der Region Unterstützung in allen Lebenszyklen - "von der Nabelschnur an" bis zur Pflegebegleitung, heißt es. Neben 45 hauptamtlichen Mitarbeitern gibt es 144 Ehrenamtlern, die sich in unterschiedlichen Projekten wie als Lern- und Lesepaten oder Pflegebegleiter engagieren.

"Unser Schwerpunkt liegt auf der Kinder- und Jugendhilfe", betont Leutert-Glasche. Seit Februar 2015 gibt es an dem Standort eine Kleinst-Kita mit maximal 20 Plätzen. Dieses Angebot ist den Angaben zufolge vor allem auf Familien mit einem besonderen Betreuungsbedarf ausgerichtet und eine Erweiterung zu der seit Jahren bestehenden bestehenden Eltern-Kind-Gruppe.