ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:48 Uhr

Veranstaltung
Branchenmix als Besuchermagnet

Alf Pommerenke von der Waldschule am Kleinsee hat in jedem Jahr viel über Wald und Flur im Gepäck.
Alf Pommerenke von der Waldschule am Kleinsee hat in jedem Jahr viel über Wald und Flur im Gepäck. FOTO: Ute Richter / LR
Guben. 58 Aussteller aus Spree-Neiße, Cottbus und darüber hinaus waren bei Produktmesse in Guben. Von Ute Richter

Zum mittlerweile achten Mal hatten Erzeuger, Händler und Vereine der Region am Samstag in der Alten Färberei und auf dem Gubener Friedrich-Wilke-Platz ihre Stände aufgebaut, um den Besuchern bei der traditionellen Gubener Produktmesse ihre Waren anzubieten. Organisiert vom Fachbereich III der Stadt Guben, setzt die Stadt bei der Messe auf ein Branchenmix-Konzept, das sich auch dieses Mal wieder bewährt hat.

Dabei erweist sich die Gubener Produktmesse von Mal zu Mal mehr als Besuchermagnet. Dicht gedrängt schauten sich die Gubener und Auswärtigen die Waren und Leistungen der 58 Erzeuger, Händler und Vereine an. Viele Anbieter sind bereits von Anfang an auf der Produktmesse vertreten, manche erstmals und einige auch nach einer Pause wieder. Süßwaren, Kunsterzeugnisse, Molkereiprodukte und viele weitere regionale Erzeugnisse konnten angeschaut und erworben werden.

Zu denen, die schon mehrfach mit dabei waren, zählt das kleine Unternehmen Mea Rosa von Cathrin Kluge aus Groß Gastrose. Die junge Frau fertigt Fruchtaufstriche frei von künstlichen Aromen, Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln. Erlesene und kompromisslos ausgewählte Rohstoffe, Leidenschaft und Qualitätsdenken bei der Entwicklung und manufakturellen Herstellung ihrer Produkte haben sie bereits weit über die Stadtgrenzen bekannt gemacht. Ihre neueste Kreation sind Caramel Crémes, die die Unternehmerin als „pure Sinnlichkeit aus schneeweißem Kristallzucker, guter Butter, frischer Bio-Sahne, einer feinen Prise Sylter Meersalz und ganz viel Zeit“ beschreibt. Natürlich konnten die Besucher kräftig probieren.

Erstmals mit dabei war die Marke Rotstern. Rene Mammitzsch hatte jede Menge süße Sachen mitgebracht, von denen man viele noch aus DDR-Zeiten kennt. Er erzählt, dass die Gubener Organisatoren ihn auf einer Ostproduktemesse angesprochen hatten, um ihn nach Guben zu holen. In diesem Jahr habe es nun endlich geklappt und die Besucher stöberten, kauften und erinnerten sich an frühere Zeiten. „Die Schokoladen lagen immer bei mir unter dem Tannenbaum“, war da sehr oft zu hören.

Rene Mammitzsch verriet, dass er mit seinem Angebot auch zum Weihnachtsmarkt in Guben wieder vor Ort sein wird.

Einen kleinen Stand hatte auch die Apfelwein Schüler GmbH des Gubener Gymnasiums aufgebaut. Firmenchefin Julia Kleemann verriet, dass 2016 knapp 500 Liter Apfelwein hergestellt wurden und in diesem Jahr nur minimal weniger.

Das erste Mal dabei waren Bianka Lerke und Silke Feige von der Agrargenossenschaft Forst. Sie bieten ganzjährig frische Kartoffeln an und hatten auch am Samstag mehrere Sorten zum Kaufen oder Probieren mitgebracht. Schon vorgekocht schmeckten sie den Besuchern mit Quark und Leinöl hervorragend. Aber auch Obstsäfte, -weine und Glühweine hatten sie im Angebot.

Von denen, die schon viele Jahre mit dabei sind, waren auch in diesem Jahr wieder Fleischer Buder aus Groß Drewitz mit Wurstwaren, das Lichthaus Jahnel aus Forst mit weihnachtlichem Kunsthandwerk, Roland Schöpe vom Teehaus Schöpe aus Cottbus mit zahlreichen Teesorten, Gubener Hüte oder der Mühlenverein Holländermühle aus Straupitz, die stets vor Ort frisches Leinöl nach traditioneller Art auf einer Leinöl-Handpresse von zirka 1945/46, die ein pfiffiger Berliner Eisenbahner erfunden hat, für die Besucher presst.

Für die Kinder hatte Kleinsee-Waldschulchef Alf Pommerenke ein Waldschulquiz sowie das Walderleben mit allen Sinnen mitgebracht. Beim Netzwerk Gesunde Kinder war selbstgemachte Kinderbekleidung im Angebot. Vereine wie der Marketing- und Tourismusverein, der über seine Leistungen und Angebote rund um Guben und Umgebung informierte, oder aber die Kreativgruppe der Volkssolidarität, die ihre handgefertigten Waren anboten, bereicherten den Produktemix. Beim Niederlausitzer Verlag von Andreas Peter oder beim Radochla-Verlag Werben fand mancher ein Weihnachtsgeschenk.

Auf dem Rathausvorplatz gab es jede Menge kulinarische Angebote: Obst und Gemüse, Eintöpfe aus der Suppenküche, Käse, Kuchen, Stollen oder Handbrot.

Angi Halko von der Stadt Guben war am späten Nachmittag sehr zufrieden mit dieser Produktmesse. „Den ganzen Tag über riss der Besucherstrom nicht ab. Die Händler und die Kunden sind sehr zufrieden und das ist wichtig. Deshalb machen wir das ja auch zweimal im Jahr“, sagte sie.