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| 16:31 Uhr

Messe
Regionale Produkte gefragt wie nie

Die Gubener Produktmesse ist ein Garant für regionale Anbieter, Vereine und Erzeuger, was von den Besuchern und Ausstellern sehr geschätzt wird.
Die Gubener Produktmesse ist ein Garant für regionale Anbieter, Vereine und Erzeuger, was von den Besuchern und Ausstellern sehr geschätzt wird. FOTO: Ute Richter
Guben. Gubener Produktmesse ist ein Publikumsmagnet.

Sie ist und bleibt ein Garant für einen wahren Besucherstrom – die Produktmesse in der Alten Färberei und auf dem Friedrich-Wilke-Platz. Wenn auch aufgrund der winterlichen Temperaturen der Außenbereich eher überschaubar mit Erzeugern, Händlern und Vereinen war, so fanden die zahlreichen Besucher doch genügend Angebote, um zu schauen, zu verkosten und zu kaufen. Bereits zum neunten Mal lockte die Produktmesse wieder um die 50 Aussteller, die über ihre Waren informierten oder sie an den Mann oder die Frau brachten. Dabei legen die Organisatoren der Stadt Guben von Anfang an Wert darauf, dass es sich um regionale Produkte handelt. Und das kommt bei den Besuchern gut an, ist doch die Produktmesse zweimal im Jahr fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt.

 Auch unter den Händlern steht Guben mittlerweile als Verkaufsgarant. So kam auch Andrea Paradowski in die Neißestadt. Das zweite Mal war sie nun schon in Guben und freute sehr auf diesen Tag. Sie hatte Marmeladen mitgebracht, mit denen sie auf der Grünen Woche in Berlin 2015 und 2016 zur Deutschen Vizemarmeladenmeisterin gekürt wurde. Sie erzählt, dass ein kanadisches Ehepaar sie auf einer Messe darauf brachte, auf normalen Zucker zu verzichten. Seitdem benutzt sie für ihre Marmeladen ausschließlich braunen Rohrzucker sowie Birkenzucker (Xylit). „Das ist nicht so süß wie der normale Zucker und viel besser verträglich“, weiß Andrea Paradowski. Und offensichtlich hat sie damit eine Marktlücke entdeckt, denn die Geschäfte laufen nicht nur auf Messen, sondern auch im Internet unter „marmelade-ohne-zucker“ gut. Etwa 20 Sorten hat sie je nach Saison im Angebot.

 Auch bei Adelheid Paprosch, von ihren Kunden liebevoll „Kräuter-Adelheid“ genannt, hat alles ganz klein angefangen. „Ich hatte sechs Kräuterpflanzen auf dem Küchenfensterbrett, habe die später in den Garten gepflanzt, getrocknet und verkauft. Damit hatte ich meine Liebe zu Kräutern entdeckt“, erzählt sie. Heute hat sie über 50 Sorten Kräuter in ihrem Garten. „Was wird, das wird“, ist ihre Devise. Und offensichtlich gedeiht einiges im Paprosch’sen Garten, denn zahlreiche Kräuter hatte sie mit nach Guben gebracht. Am 16. Juni öffnet sie ihren Garten in Maust in der Dorfstraße 15 beim Tag der offenen Gärten.

Durch Mundpropaganda auf vielen Messen ist auch die Ostalgiewelt des DDR-Museums Pirna in die Neißestadt gekommen. Bekannte Produkte aus Ostzeiten gab es auch am Stand der Firma Rotstern. Vor allem süße Leckerein standen bei den Besuchern hoch im Kurs.

 Aber auch langjährige und ganz treue Händler, Vereine und Erzeuger waren wieder vor Ort. So wie beispielsweise der Mühlenverein Holländermühle aus Straupitz mit seiner Ölpresse. Genau wie Cathrin Kluge aus Groß Gastrose, die mit ihren Fruchtaufstrichen Spitzenköche auf Sylt beliefert oder Roland Schöpe vom Teehaus Schöpe aus Cottbus, der zahlreiche Teesorten im Gepäck hatte. Traditionell präsentiert sich auch der Marketing- und Tourismusverein mit jeder Menge Material und Informationen rund um Guben. Stadtwächter Andreas Peter hatte sogar seine Buchmesseteilnahme in Leipzig für einen Tag unterbrochen, um geschichtliche und aktuelle Bücher seines Niederlausitzer Verlages vorzustellen. Aber auch Fleischer Buder aus Groß Drewitz, Gubener Hüte und die Agrargenossenschaft Forst waren wieder vor Ort. Und für die Kinder hatten sich Waldschulchef Alf Pommerenke und seine Frau Jana wieder jede Menge zum Tasten, Erkennen, Basteln und Anschauen einfallen lassen.

Weitere Fotos finden Sie unter www.lr-online.de/bilder

(utr)