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| 15:23 Uhr

Umfrage ausgewertet
Gubener planen ihr Frühlingsfest

 Das Frühlingsfest lockt jährlich Tausende Besucher in die Gubener Innenstadt, so wie hier in diesem Jahr beim Konzert von „Feuerherz“. Nun wollte die Stadtverwaltung von den Neißestädtern wissen, was man bei künftigen Festen besser machen kann.
Das Frühlingsfest lockt jährlich Tausende Besucher in die Gubener Innenstadt, so wie hier in diesem Jahr beim Konzert von „Feuerherz“. Nun wollte die Stadtverwaltung von den Neißestädtern wissen, was man bei künftigen Festen besser machen kann. FOTO: Stadt Guben
Guben. Roland Kaiser und Beatrice Egli zum Frühlingsfest in Guben? Die Stadtverwaltung hatte zur zukünftigen Ausrichtung des Volksfestes eine Umfrage gestartet. Diese wurde nun ausgewertet. Einige Wünsche werden Wünsche bleiben, andere sollen umgesetzt werden. Von Thomas Engelhardt

Wie wollen die Gubener in Zukunft ihr traditionelles Frühlingsfest feiern? Dieser Frage ist die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen in einer Umfrage nachgegangen. Nun liegen die Ergebnisse vor. Und die beinhalten für die Verwaltung wichtige Erkenntnisse in Vorbereitung der nächsten Frühlingsfeste.

Künstlerauftritte und Kindermeile besonders beliebt

Insgesamt haben sich 163 Personen an der Umfrage beteiligt. „Das ist ein super Ergebnis. Wir freuen uns über die rege Teilnahme und auch über die konstruktive Kritik“, sagt Stadtsprecherin Laura Böhme. Das zeigt ganz offensichtlich, dass den Gubenern ihr Frühlingsfest wichtig ist. Und grundsätzlich sind sie mit ihrem Fest durchaus zufrieden: Knappe 70 Prozent würden auf einer Skala von 1 bis 5 die Noten 1 bis 3 verteilen, nur 30,4 Prozent eine 4 oder 5.

Wenn es um die einzelnen Bestandteile des Festes geht, dann werden die Auftritte von Künstlern und die Kindermeile als besonders wichtig eingeschätzt. Auch das Vorhandensein von Fahrgeschäften wird als relativ wichtig bewertet. Dagegen scheint das Entenrennen nicht mehr ganz so hoch in der Gunst zu stehen. Hier halten sich die Antwortmöglichkeiten „nicht wichtig“, „wichtig“ und „sehr wichtig“ fast schon die Waage. Am ehesten verzichten könnten die Umfrageteilnehmer auf den deutsch-polnischen Talentewettbewerb und auf den Trödelmarkt.

Knapp 60 Prozent wären bereit Eintritt zu zahlen

Interessant: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer, nämlich 59,4 Prozent, wäre bereit, Eintritt für das Stadtfest zu bezahlen, um bekanntere Künstler sehen zu können. „Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass das passiert“, sagt Laura Böhme, „da in dem Fall auch zusätzliche Kosten auf die Stadt zukämen.“ Dazu würde zum Beispiel die Umzäunung des Festgeländes gehören.

Bei der detaillierten Frage, welche Programmpunkte unbedingt erhalten bleiben sollen, werden mit Abstand die abendlichen Bühnenprogramme am häufigsten genannt, nämlich gleich 45 Mal. Das Entenrennen, das Kinderprogramm, der Freitag als Tag für die Jugend und die Schlagerkünstler folgen. Wichtig ist einem Teil der Befragten, dass das Fest zusammen mit Gubin gefeiert wird – offenbar schlendern reichlich Gubener auch gern über die Grenze, um dort zu feiern.

Breites Musikerspektrum

Bei den Dingen, die gestrichen werden können, stehen an erster Stelle ausländische Verkaufsstände. Danach folgt dann schon „nichts“. Aber auch der Talentewettbewerb, polnische Musik, das Entenrennen, der Trödelmarkt, Zumba und das Programm der Musikschule wurden mehrfach genannt.

Wenn es um die Künstler geht, die sich die Umfrage-Teilnehmer zum Frühlingsfest wünschen, so decken diese eine breite Palette ab. Diese reicht von Roland Kaiser und Beatrice Egli über die einstigen Six-Mitglieder Stefan Krähe und Robert Gläser bis hin zu Revolverheld, Gestört aber geil und der US-Rockband High South, die im vorigen Jahr beim Fest für Furore sorgte.

Schattenplätze geplant

Während bei den Künstlern manch ein Wunsch wohl eher ein Wunsch bleiben wird, werden sich andere Vorschläge umsetzen lassen. Ganz oben stehen in dieser Hinsicht nach der Hitze der letzten Feste Schattenplätze. Um die will sich die Stadt schon im nächsten Jahr kümmern. Mehrfach genannt wurden auch besondere Essenangebote, attraktive Verkaufsstände zum Schlendern, die Wiedereinführung eines Drachenbootrennens, aber auch die akustische Trennung von Fahrgeschäften und Bühnenprogramm. Ebenfalls gewünscht: Abendbusse, die in die Sprucke fahren, so wie in diesem Jahr zum Frühlingsfest-Samstag, und dass der Hauptact auf den Samstagabend verlegt wird.