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| 12:09 Uhr

Kosten: geschätzte 30 000 Euro
Reichenbach will einen Spielplatz

 Kinder aus Reichenbach haben gemeinsam einen Stromkasten gestaltet. Für sie soll es bis 2020 einen Spielplatz im Stadtteil geben.
Kinder aus Reichenbach haben gemeinsam einen Stromkasten gestaltet. Für sie soll es bis 2020 einen Spielplatz im Stadtteil geben. FOTO: LR / Daniel Schauff
Guben. Im Spielplatzkonzept der Stadt ist der schon drin. Jetzt kommt es auf die Stadtverordneten an. Von Daniel Schauff

Reichenbach hat ein Problem. Eins, worüber sich die Bewohner des Gubener Ortsteils freuen können: Kinder – und angesichts der Größe Reichenbachs gar nicht mal so wenige.

32 Null- bis Sechsjährige waren es im November 2018, 44 Sieben- bis Elfjährige. Damals hatte der Bürgerverein Reichenbach die Zahlen bei der Stadt abgefragt. Mit gutem Grund.

Straße wird zum Spielplatz

In Reichenbach gibt es keinen Spielplatz. Und da beginnt das eigentliche Problem. „Das Ergebnis, das sich vielerorts daraus ergibt: die Straßen in Reichenbach werden selbst zum Spielort.“ So steht es in einem Konzept, das der Bürgerverein bei der Stadt eingereicht hat. Und damit Gehör gefunden hat.

In der nächsten Sitzung des Sozialausschusses haben die Stadtparlamentarier das Konzept auf dem Tisch liegen, gemeinsam mit der Forstchreibung der Gubener Spielplatzkonzeption.

Einen Standort für einen neuen Spielplatz hat der Reichenbacher Bürgerverein bereits gefunden: ein rund 500 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Rosenweg und Lindenstraße, das der Stadt gehört. Das Grundstück liegt gleich am Dorfplatz. „Nahezu jeder Reichenbacher Haushalt erreicht den Spielplatz so in einer Luftlinie von etwa 450 Metern“, schreiben Reinhard Geike, Vorsitzender des Bürgervereins, und Jane Dietrich, die für das Konzept und die Planung verantwortlich zeichnet.

Kleiner Knotenpunkt im kleinen Reichenbach

Ausschließlich auf Zustimmung ist der Vorschlag des Standortes allerdings bei den Reichenbachern nicht gestoßen. Sicherheitsbedenken seien das Hauptargument der Anlieger gewesen. Zwar herrscht in Reichenbach überall Tempo 30, „dennoch erweist sich die Stelle als kleiner Knotenpunkt“, heißt es in dem Konzept des Bürgervereins. Die Lösung in den Augen der Mitglieder: eine Umzäunung des Spielbereichs.

Beim Antrag allein bleibt es bei den Reichenbachern nicht. Der Bürgerverein und die privaten Unterstützer sehen sich laut Konzept voraussichtlich in der Lage, rund 15 Prozent im Rahmen der geschätzten Kosten selbst – insbesondere durch Bauleistungen, gärtnerische Arbeiten und Finanzierung anderer notwendiger Maßnahmen zu erbringen.

Spielgeräte für 20 000 Euro

Die geschätzten Kosten für den Bau eines Spielplatzes liegen dem Konzept zufolge bei rund 30 000 Euro. Viel Geld, für Spielplätze allerdings eher ein niedriger Voranschlag. Die Reichenbacher haben sich orientiert an Preisen einer Spielgerätefirma und einem Angebot einer Gubener Tief- und Straßenbaufirma. Allein für die Spielgeräte kommen bei der Schätzung rund 20 000 Euro zusammen.

Im noch gültigen Spielplatzkonzept der stadt ist ein neuer Spielplatz nicht vorgesehen. „Vielmehr lag der Schwerpunkt in der Erhaltung beziehungsweise Sanierung der vorhandenen Spielplätze“, heißt es nun in der Beschlussvorlage zum neuen Spielplatzkonzept.

Die Stadtverordneten müssen grünes Licht geben

Das muss zunächst von den Stadtverordneten abgesegnet werden. Den Startschuss für den Neubau eines Spielplatzes in Reichenbach allerdings bedeutet das noch nicht. Davor wird es einen neuen Beschluss im Stadtparlament geben.

In Reichenbach hofft man, den Spielplatz bis 2020 fertig zu haben. Mit gutem Grund: Das Reichenbacher Kinderfest feiert am 1. August des nächsten Jahres seine 25. Auflage. Ein idealer Zeitpunkt für eine Einweihung, meint der Bürgerverein.