ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:36 Uhr

Gubener Musikspielhaus in Feierlaune

Die Fünf- und Sechsjährigen singen und tanzen für die Gäste. Ein großes Familienfest ist am 12. Mai geplant.
Die Fünf- und Sechsjährigen singen und tanzen für die Gäste. Ein großes Familienfest ist am 12. Mai geplant. FOTO: S. Halpick
Guben. Wie feiert die Kita Musikspielhaus ihren zehnten Geburtstag? Natürlich mit Tanz und Musik. Die Fünf- und Sechsjährigen präsentierten Mittwochvormittag ihr Rahmenprogramm vor zahlreichen Gästen, die wiederum begeistert applaudierten. Silke Halpick

Die Kita in der Obersprucke ist die Einrichtung in Guben mit dem höchsten Anteil an unterstützungsbedürftigen Kindern. "Mehr als 50 Prozent stammen aus Alg-II-Familien", sagt Kerstin Leutert-Glasche, Geschäftsführerin des Trägervereins "Haus der Familie" (HdF) in Guben. Auch der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund sei hier am höchsten. Insgesamt 90 Krippen- und Kitakinder aus sieben unterschiedlichen Nationen werden von zehn Erziehern betreut. Die Einrichtung ist eine anerkannte Schwerpunkt-Tagesstätte des Landkreises Spree-Neiße mit einer "besonderen Form der Personalausstattung", erklärt Leutert-Glasche. Ziel der pädagogischen Arbeit sei es, die Grundvoraussetzungen für einen guten Bildungsabschluss der Kinder in der Zukunft zu schaffen.

"Die Kita ist bestens nachgefragt", sagt die HdF-Geschäftsführerin. Für diesen Erfolg, der bei rückläufigen Geburtenraten in der Neißestadt keine Selbstverständlichkeit ist, seien die gute Ausstattung der Vorzeige-Einrichtung sowie die engagierte Arbeit des Pädagogenteams rund um Kita-Leiterin Bärbel Reimann verantwortlich, sagt Leutert-Glasche.

Die musikalische Erziehung der Kinder steht ganz besonders im Fokus, wie Reimann erklärt. Jedes Jahr wird ein Musical einstudiert, auch für Märchenaufführungen und Sommerfeste wird intensiv geprobt. Das Musikspielhaus ist Konsultations-Kita für den musischen Bereich sowie für die Ausbildung junger Fachkräfte.

Erst Anfang des Jahres wurde die Einrichtung mit Fördermitteln in Höhe von 45 000 Euro "aufgehübscht". Im Erdgeschoss wurde abwischbarer Bodenbelag verlegt, Wände wurden malerisch instandgesetzt und zehn Fenster mit außenliegenden Jalousien ausgestattet.