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| 13:03 Uhr

Guben
Musikschulleiter fordert mehr Festanstellungen

Sie waren die Besten in ihrer Kategorie: David Marschall  an der Bassposaune, Maximilian Schwarze und Leonie Lorenz als Klavierduo (v.l.n.r.). 
Sie waren die Besten in ihrer Kategorie: David Marschall an der Bassposaune, Maximilian Schwarze und Leonie Lorenz als Klavierduo (v.l.n.r.).  FOTO: Musikschule Guben
Guben. Gubener kehren erfolgreich von „Jugend musiziert“ zurück. Andreas Zach warnt vor Abwanderung von Lehrkräften.

Die hervorragenden Ergebnisse der Gubener Musikschüler beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ am vergangenen Wochenende in Potsdam sind auch ein Beleg für die gute Arbeit der Lehrer, wie Musikschulleiter Andreas Zach gegenüber der RUNDSCHAU betont. Nun fordert er, den Personalbestand an fest angestellten Lehrkräften zu erhöhen und die Einkommenssituation für die freien Mitarbeiter zu verbessern.

Von den acht „Jugend-musiziert“-Teilnehmern haben sieben die Qualifikation zum Bundesfinale geschafft. Für das Klavierduo Leonie Lorenz und Maximilian Schwarze sowie den Bassposaunisten David Marschall gab es sogar zwei Sonderpreise für die höchste Wertung in der jeweiligen Kategorie. „Das hat keine andere Schule geschafft“, betont Zach. Darauf sei er stolz, wie er sagt. Sogar beim Bundesfinale zu Pfingsten in Lübeck sieht er „Potenzial“ für vordere Plätze. „Wir sind froh, als kleine Musikschule mit dabei sein können“, erklärt Zach.

Viele der Gubener Preisträger werden von fest angestellten Musiklehrern unterrichtet. Der Unterricht von Schülern, die bereits auf „hohem Niveau“ spielen, sei meist sehr aufwändig und beispielsweise mit zusätzlichen Proben verbunden, so Zach. „Das können Freiberufler, die an mehreren Einrichtungen unterrichten, meist gar nicht leisten“, sagt er.

Deshalb ist es aus seiner Sicht wichtig, die Zahl der fest angestellten Lehrer in Zukunft zu erhöhen. „In den 90er-Jahren war der Personalbestand doppelt so hoch“, begründet er. Aktuell gibt es an der Gubener Einrichtung lediglich vier Lehrer mit Festanstellung, dafür aber 30 Freiberufler, die insgesamt fast 500 Schüler unterrichten.

Nachholbedarf besteht aber auch bei den Honoraren für die Freien, betont Zach. Die Erhöhung vor zwei Jahren sei längst überholt. Viele andere Einrichtungen würden mehr zahlen, was zur Abwanderung von Lehrkräften führt. „Gute Schüler brauchen gute Lehrer“, betont der Leiter. Für ihn ist die Musikschule ein Aushängeschild der Stadt. Guben ist die einzige Kommune im Landkreis Spree-Neiße mit einer eigenen städtische Musikschule.