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Gubener Kunstkataster könnte Interreg-Projekt werden

Das Kataster soll auch verlorene Kunstwerke berücksichtigen wie den mittlerweile zerstörten Fischkopfbrunnen.
Das Kataster soll auch verlorene Kunstwerke berücksichtigen wie den mittlerweile zerstörten Fischkopfbrunnen. FOTO: Remus
Guben/Gubin. Ein Kunstkatalog, in dem sämtliche öffentlichen Kunstwerke der Neißestadt aufgeführt sind – ein Mammutprojekt für den Gubener Kunst- und Kulturbeirat, dessen Finanzierung zunächst völlig unklar war. Nun bringt eine Idee des amtierenden Bürgermeisters Fred Mahro den Plan ins Rollen. Daniel Schauff

Weite man das Kataster auf die Doppelstadt aus und hole das benachbarte polnische Gubin mit ins Boot, könnte sich die Erstellung des Katasters für eine Interreg-Förderung qualifizieren. Voraussetzung: Die Gubiner Seite müsse bereit sein, den Eigenanteil von 15 Prozent der Gesamtkosten zu tragen, die Stadtverordneten in Guben müssten der Eigenanteil-Zahlung ebenfalls zustimmen.

Zumindest von Gubiner Seite sind die Signale positive.

Bürgermeister Bartlomiej Bartczak habe er von der Idee überzeugen können, berichtete Mahro in der jüngsten Sitzung des Kunst- und Kulturbeirats.

Die Fördermittelgeber können hingegen erst nach einer Einreichung eines Antrags entscheiden. Das Kataster, so erklärte Mahro, würde in die Interreg-Prioritätsachse "Gemeinsamer Erhalt und Nutzung des Natur- und Kulturerbes" fallen - Anträge sind erst im Februar 2018 wieder möglich.

Bis dahin könne man sich gedulden, so die Mitglieder des Beirats.

Rund 40 000 Euro teuer könnte das Kataster nach ersten Schätzungen werden. 50 Gubener Kunstwerke hat der Beirat bislang gesammelt, um sie im Kataster zu beschreiben und abzubilden.