Glühend heiße Julisonne hat am Nachmittag des gestrigen Freitags die Gubener Kleingärtner und die Jury des Landesverbandes der Kleingärtner bei ihrem Rundgang durch die vier Gartenvereine des Kleingartenparks begleitet. In der Anlage „Kaltenborner Eck“ führte deren Vereinsvorsitzender Axel Kunstmann die Gruppe zu jenen beiden Gärten, die aufgrund ihrer Lage vom steigenden Grundwasser betroffen sind. Sie sollen wieder als Naturland zurückgeführt und als begehbares Biotop hergerichtet werden, sagte der Gubener Verbandschef Günter Lohse. Betreut werde das Projekt vom Lehrstuhl Allgemeine Ökologie der BTU Cottbus. Das unweit von diesen Gärten befindliche Vereinshaus wird seit längerem nicht bewirtschaftet.

In der Anlage „Süd-West“, der ältesten in der Gubener Region, wies Vereinsvorsitzender Rudolf Hoyer auf einen großen, mit Kürbissen bewachsenen Komposthaufen in einem nicht mehr genutzten Garten hin. Die geernteten Kürbisse würden ans Rosa-Thälmann-Heim abgegeben. In einem anderen nicht verpachteten Garten dieses Vereins soll laut Konzeption des Gubener Kleingärtnerverbandes ein Gewürzgarten als Schaugarten gestaltet werden.

Gleich gegenüber von „Süd-West“ erstreckt sich die Anlage „Wiesengrund“. Günter Lohse, der dort auch einen Garten gepachtet hatte, machte den Juryvorsitzenden Josef Taube, der wie Ronald Kaiser Mitglied des Landesverbandes ist, auf die kurzen Wege zwischen den vier Kleingartenanlagen aufmerksam. Außerdem seien sie ein Bindeglied zwischen Gubener Ober- und Unterstadt. Die Gartenanlagen mit ihren Kinderspielplätzen, Vereinshäusern, Sitzgruppen und den geplanten beziehungsweise bereits vorhandenen Schau- und Lehrgärten verdeutlichten die Gubener Kleingartentraditionen und die Parktraditionen des Landes. Im „Wiesengrund“, so machte dessen Vereinsvorsitzender Karl-Otto-Knig aufmerksam, wurde vor drei Jahren eine Magnolie als Ausdruck der Zusammenarbeit mit dem Gubiner Kleingärtnerverein „Wzgórze“ (Gute Aussicht) gepflanzt. Unter den Linden neben der Tanzfläche des Vereins endete der Rundgang.

Bereits am Vormittag hatten die Jurymitglieder einen individuellen Rundgang durch den Kleingartenpark unternommen. Dabei hatten sie auch den Schaugarten für erhaltenswerte Obstsorten in der Anlage „Am Wasserwerk“ besichtigt. Dessen Vereinsvositzende Angelika Drewitz berichtete vor Ort von der Entstehung der Anlage.