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Gubener Haus der Familie weiht neue Terrasse und Spielfläche ein

Nadine Reisag, Jeannette Brüggemann, Andrea Hoffmann und Kristin Kolzke (v. l. n. r.) feierten mit bei der Eröffnung der neuen Terrasse und Außenanlage beim Haus der Familie in Guben.
Nadine Reisag, Jeannette Brüggemann, Andrea Hoffmann und Kristin Kolzke (v. l. n. r.) feierten mit bei der Eröffnung der neuen Terrasse und Außenanlage beim Haus der Familie in Guben. FOTO: S. Halpick
Guben. Mit einer großen Party im Haus der Familie in Guben sind viele Neißestädter am gestrigen Donnerstag in die Sommerferien gestartet. Feierlich eröffnet wurden auch die neu gestaltete Terrasse sowie die Spiel- und Freifläche. Silke Halpick

"Der Baulärm wird uns fehlen", sagt Kerstin Leutert-Glasche, Geschäftsführerin am Haus der Familie (HdF) in Guben. In den vergangenen Monaten wurde auf dem Außengelände der Einrichtung von frühmorgens bis abends und auch am Wochenende gearbeitet. "Man konnte regelrecht zusehen, wie alles wächst", sagt Leutert-Glasche.

Jetzt sitzen zahlreiche Gäste auf den neuen Sitztraversen der Terrasse oder auf der Wiese, sehen sich das Eröffnungsprogramm auf der Bühne an und lauschen den Festtagsreden. Kinder bauen erste Sandburgen, klettern, wippen oder rutschen auf den neuen Spielgeräten.

Für den amtierenden Bürgermeister Fred Mahro ist das "ein großer Tag für die Einrichtung". Jörg Rakete vom Jugendhilfeausschuss des Landkreises betont, dass sich Investitionen in Zukunftsprojekte wie diese immer lohnen. Und Hannelore Menzel, die viele Jahre Fachbereichsleiterin für Schulen und Soziales im Gubener Rathaus war, erinnert an die ersten Jahre: "Angefangen haben wir 1968 hier mit einer Wochenkrippe für Mütter, die im Schichtbetrieb arbeiten", erzählt sie.

Heute ist das Gubener Haus der Familie ein vom Bundesfamilienministerium gefördertes Mehrgenerationenhaus. Die Angebote werden den Angaben zufolge von rund 18 000 Besuchern jährlich genutzt. Neben 45 hauptamtlichen Mitarbeitern engagieren sich in dem gemeinnützigen Verein 144 Ehrenamtler.

"Wir sind der erste soziale Träger, der selbst als Bauherr auftreten musste", berichtet Gerd Glasche vom HdF-Vorstand. "Aber wir haben das gemeistert", fügt er hinzu. Jetzt erhält der Eingang noch eine behindertengerechte Zufahrt. Auch eine 50-Meter-Kurzlaufstrecke vor dem Haus ist geplant. Für den ersten Bauabschnitt sind insgesamt 185 000 Euro an Fördermitteln aus dem Bund-Länder-Programm "Soziales Stadt" geflossen.

"Wir hoffen, dass die Stadtverordneten auch für den zweiten Bauabschnitt grünes Licht geben", betont Leutert-Glasche. Die Anträge seien bereits eingereicht. Hierfür wird nochmals mit Kosten in Höhe von 136 000 Euro gerechnet. Herzstück ist ein Kleinspielfeld mit Kunststoff-Belag.