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Gubener Friedensschule feiert großes Hoffest

Viele der Friedensschüler verbringen ihre Pause am liebsten auf dem Klettergerüst auf dem Schulhof.
Viele der Friedensschüler verbringen ihre Pause am liebsten auf dem Klettergerüst auf dem Schulhof. FOTO: S. Halpick
Guben. Weder den Kindern noch den Lehrern sieht man es an: Doch die Gubener Friedensschule feiert morgen ihren 70. Geburtstag. sha

Geplant ist ein großes Hoffest ab 15 Uhr mit Bühnenprogramm und vielen Mitmachstationen.

Eröffnet wurde die Schule 1947 im ehemaligen Fabrikgebäude der Guben-Rastatter Hutstoffwerke. Damals besuchten 1000 Schüler von der ersten bis zu zwölften Klasse die Einrichtung, die damals noch kleiner war als heute, wie Schulleiter Frank Müller sagt. "Es wurde immer wieder angebaut und die Schule vergrößert", erzählt er. Seit 2001 ist Frank Müller der Chef der Friedensschule und aktuell für 434 Grundschüler sowie 27 Lehrer verantwortlich.

Ab dem kommenden Schuljahr kommen 70 Lernanfänger hinzu. Das Haus wird dann vollständig dreizügig gefahren, wie Müller berichtet. Das heißt, in allen sechs Jahrgangsstufen gibt es jeweils drei Klassen mit durchschnittlich 25 Kindern. Um mehr Platz für die Schüler zu schaffen, wird in den Sommerferien umgebaut. Das Lehrerzimmer wird zum neuen Klassenraum. Die Lehrer ziehen in die Bibliothek und diese wird in einen Teilungsraum verlegt. Die Stadt investiert 25 000 Euro in den Umbau.

Die Friedensschule, die seit 1991 eine reine Grundschule mit musisch-sportlicher Ausrichtung ist, sei "von Anfang an gut nachgefragt", wie Müller berichtet. Die Zweit- und Drittklässler haben einen speziellen Elementarmusikunterricht. Bläserklassen gibt es für die Fünft- und Sechstklässler. Beim Sport stehen Fußball, Handball und der Kanusport im Mittelpunkt. Arbeitsgemeinschaften werden in Kooperation mit den Vereinen vor Ort angeboten.

Der Schulhof und die Freiflächen wurden 1999 neu gestaltet, reichen für den heutigen Bedarf jedoch nicht mehr aus. Momentan gibt es getrennte Hofpausen für die unteren und oberen Jahrgänge. Geplant ist ein zweiter Pausenhof mit behindertengerechten Fitnessgeräten als Parcours, wie Müller erzählt. Das Gemeinschaftsprojekt mit der polnischen Partnerschule soll über Fördermittel der Euroregion finanziert werden.