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Guben
Feuerwehr rettet vier Menschen aus Haus

Hier brannte es am Donnerstag. Der Hauszugang ist gesperrt.
Hier brannte es am Donnerstag. Der Hauszugang ist gesperrt. FOTO: Silke Halpick / LR
Guben. Ursache für Brand in der Kaltenborner Straße ist unklar. Betroffene wurden in Notquartieren untergebracht.

Zu Nachlöscharbeiten musste die Gubener Feuerwehr am Freitagvormittag nochmals in die Kaltenborner Straße ausrücken, wie Wehrleiter Rico Nowka informiert. In dem betroffenen Wohngebäude hatte es am Donnerstagnachmittag gebrannt. Vier Menschen waren zumindest zeitweilig in Lebensgefahr. „Wenn wir nicht so schnell vor Ort gewesen wären, hätte es womöglich Todesopfer gegeben“, sagt Nowka.

Laut Polizeibericht hat ein Bewohner des Hauses am Donnerstag einen Knall gehört und anschließend starken Rauch im Flur bemerkt. Gegen 13.30 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei alarmiert. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, standen vier Menschen am geöffneten Fenster, wie Nowka berichtet. Ihnen sei der Fluchtweg über den Flur aufgrund des sich schnell ausbreitenden Feuers versperrt gewesen. Die Feuerwehr rettete die Personen mithilfe einer Drehleiter. Mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung wurden sie anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Die Löscharbeiten selbst gestalteten sich schwierig, wie Nowka einräumt. Das Feuer griff auf den Dachstuhl über, der dann in voller Ausdehnung brannte. Da die Gefahr bestand, dass die Flammen auch auf den benachbarten Hauseingang übergreifen könnten, wurden zwei weitere Bewohner evakuiert. Die Feuerwehr war am Donnerstag bis 23 Uhr vor Ort.

Das ausgebrannte Haus ist derzeit nicht bewohnbar, heißt es. Bewohner, die nicht bei Freunden oder Verwandten eine vorübergehende Unterkunft finden konnten, wurden in Notquartieren der Stadt in der Deulowitzer Straße untergebracht. Am Freitag haben Spezialisten der Kriminalpolizei den Brandort untersucht. Zur möglichen Brandursache wurden allerdings noch keine Angaben gemacht.

Viele Gubener befürchten nun, dass es sich um die Fortsetzung der Brandserie aus dem Vorjahr handelt. Damals brannten vorwiegend Mülltonnen und Autos, aber auch leerstehende Objekte. Ab Ende Dezember 2017 kehrte plötzlich Ruhe ein. Nun brennt es zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage. Erst am Dienstag stand eine Laube in der Gartensparte Süd-West in Flammen.

(sha)