Grund für die Umlenkungspläne waren die fehlenden Platzkapazitäten an der Friedensschule, während die Corona-Schröter-Schule mit den vorhandenen Kapazitäten eine weitere Klasse hätte aufnehmen können. Nun sollen neue Kapazitäten in der Altstadt geschaffen werden.

Wie teuer das für die Stadt wird, wird Teil der Diskussion in der nächsten Stadtverordnetenversammlung. In einer ersten Schätzung war von Kosten zwischen 20 000 und 50 000 Euro die Rede, abhängig davon, ob Container auf dem Schulgelände aufgestellt werden oder vorhandene Räume anders genutzt werden.

Im Zuge der Pläne für eine Umlenkung hat vor Kurzem ein Gespräch mit den Eltern künftiger Erstklässler an der Friedensschule stattgefunden. Die Einladung der Stadt dazu hatte die Wellen im Stadtrat noch einmal hochschlagen lassen. Nach Auffassung einiger Fraktionen sei den Eltern dadurch Druck gemacht worden und der Eindruck erweckt worden, ihre Kinder müssten an der Corona-Schröter-Schule eingeschult werden. Der amtierende Bürgermeister Fred Mahro wies die Kritik zurück. Es sei doch nicht verwerflich, wenn die Verwaltung mit den Eltern ins Gespräch kommen wolle, betonte er. Ebenso machte er aber auch deutlich, dass jeder Elternwunsch bezüglich der künftigen Schule ihrer Kinder berücksichtigt werde.

Schulbezirke gibt es in Guben nicht - Eltern können wählen, ob sie ihre Kinder in der Neustadt oder der Altstadt einschulen. Einige haben sich für die Grundschule in Grano entschieden.