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| 01:02 Uhr

Gubener Arzt outet sich als Hobbyfotograf

Guben/Kerkwitz.. Blumen an seinem Haus in Kerkwitz und die Tiere, die dort ihr Domizil haben oder sich zeitweise einfinden und Quartier nehmen – Dr. Jörg Heunisch entgeht wenig. B. Remus

Vögel, Frösche, manchmal ein Wildschwein oder ein Fuchs, vor allem aber die Hauskatze werden für ihn zu Fotoobjekten. „Und viele Blumen“ , betont der 62-Jährige. Dass die floralen Schönheiten im Hausgarten wachsen und gedeihen, dafür ist Ehefrau Heidi zuständig. Die blühenden Arbeitsergebnisse im Foto dokumentiert Heunisch selbst.
Irgendwie hatte und hat der naturverbundene Amateurfotograf immer die Kamera zur Hand, wenn sich Gelegenheit für einen Schnappschuss bietet - von Kindheit an. Schwarz-weiß Fotos entwickelte er auch selbst. „Küche oder Badezimmer wurden dann umfunktioniert und für einige Stunden gesperrt“ , erinnert sich Dr. Heunisch. Farbdias und -fotos hat er nach dem Aufnehmen mit Spiegelreflexkameras unterschiedlicher Fabrikate schon immer Fachleuten zur Bearbeitung überlassen. „Die Fotolaborausrüstung habe ich vor einiger Zeit der ,Fabrik' geschenkt“ , sagt der Amateurfotograf.
Doch außer der Familie und Freunden wussten nicht viele, dass der gelernte Chirurg dem Hobby Fotografie frönt und mit den Ergebnissen viele Alben gefüllt hat. Zwei von diesen - vor allem mit floralen Motiven - überreichte der Arzt kurz vor Beendigung seiner beruflichen Tätigkeit im Wilkestift an den Pfleger und Ausstellungsmacher des Hauses, Andreas Eckert. Der staunte nicht schlecht. Immerhin hatten sich seine und Heunischs berufliche Wege im Stift in fast 30 Jahren oft gekreuzt.
Eckert überlegte sich, wie die detailreichen Fotos am besten den Betrachtern nahegebracht werden könnten. Im Geschäft FOTO-Werner und in der Grafischen Werkstatt von Rainer Herr fand er für seine Umsetzungsidee Partner.
Vor allem blumige Motive wählte Eckert aus den Alben aus. Von den Negativen ließ er sowohl konventionell belichtete Fotos machen als auch hoch aufgelöste Digitaldateien erstellen. Aus letzteren wurden beim Grafiker großformatige Laserdrucke.
In der Ausstellung sind jetzt in jedem Rahmen zwei gleiche Bilder zu sehen: der Laserdruck veranschaulicht das Foto des Autoren, das etwas kleinere ist durch ein Passepartout und gestalterische Veränderungen des Ausstellungsmachers Anschauungsmaterial für die öffentliche Präsentation.
Andreas Eckert hofft, dass Betrachter angeregt werden, eigenen Fotos künftig vielleicht mehr Beachtung zu schenken. „Vieles ist durch die Digitalfotografie möglich geworden, dennoch bleibt ein gutes konventionelles Foto etwas, was man gern Freunden und Bekannten weitergibt“ , meint Eckert.
Offiziell eröffnet wird die Exposition „So oder anders . . .“ im Wilkestift am Dienstag, dem 1. Februar, um 19 Uhr.