ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:02 Uhr

Neue Ausstellung
Gubener Ansichten eines syrischen Künstlers

 Während der Eröffnung der kleinen Ausstellung mit Werken von Serdar Hesso (l.).
Während der Eröffnung der kleinen Ausstellung mit Werken von Serdar Hesso (l.). FOTO: Förderverein
Guben. Neue Ausstellung im Gubener Infozentrum eröffnet.

Eine Ausstellung mit Bildern des syrischen Künstlers Serdar Hesso ist seit Wochenbeginn im Infozentrum des Fördervereins für den Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche zu sehen. In der Einrichtung an der Berliner Straße werden in erster Linie Gubener Motive gezeigt, so beispielsweise vom Bahnhof, dem Plastinarium, der Nordbrücke oder der Egelneiße – und somit Motive jener Stadt, die seit rund drei Jahren Hessos neue Heimat ist.

„Wir wollen mit dieser Ausstellung zeigen, wie jemand auf diese Stadt schaut, der erst seit kurzem hier lebt – im Gegensatz zu den Alteingesessenen“, erklärt Günter Quiel, der Vorsitzende des Fördervereins. Zugleich sehe sich der Verein aber auch als eine Art Podium, das Menschen nutzen könnten, um sich in der Neißestadt wirklich heimisch zu fühlen. „Das fängt nicht zuletzt mit der Sprache an. Schließlich musste Serdar Hesso zur Ausstellungseröffnung seine Werke in Deutsch erklären.“

Mit dabei war bei der Eröffnung auch die Familie des Künstlers – für Günter Quiel ein ganz wichtiger Aspekt: „Die Kinder sind der Schlüssel der Integration“, ist sich der Vereinsvorsitzende sicher und ergänzt: „Integration kann funktionieren, wenn von allen Seiten der Wille dazu da ist.“

Ganz wunderbar verbinden lasse sich die Ausstellung im Infozentrum mit der ebenfalls in dieser Woche eröffneten Sonderausstellung im Stadt- und Industriemuseum. Dort wird noch bis zum 24. Januar unter dem Titel „Fremde in Brandenburg? – Integration gestern und heute“ das Thema Zuwanderung behandelt.

Die Bilder von Serdar Hesso sollen nach Ende der Ausstellung übrigens dem Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche zugutekommen. „Wir als Verein haben jetzt die Finanzierung des Projektes übernommen und werden die Werke anschließend Institutionen und Unternehmen zum Kauf anbieten. Das Geld fließt dann in den Wiederaufbau“, erklärt Quiel.