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| 17:55 Uhr

Stadtmarketing
Guben wirbt für sich

Die Apfelkönigin Antonia Lieske ist in der Eingangssequenz des neuen Imagefilmes zu sehen.
Die Apfelkönigin Antonia Lieske ist in der Eingangssequenz des neuen Imagefilmes zu sehen. FOTO: Filmstudio P / Heimatbund
Guben. Neuer Imagefilm der Stadt vorgestellt. In Auftrag gegeben hat ihn der Heimatbund. Von Silke Halpick

Der neue Imagefilm der Stadt Guben ist beim Neujahrsempfang erstmals öffentlich präsentiert worden. Fast vier Minuten lang ist der Trailer, mit dem die Neißstadt künftig für sich werben will. In Auftrag gegeben hat ihn der Gubener Heimatbund. Finanziert wurde der Streifen gemeinsam mit den Städtischen Werken Guben.

Vollauf zufrieden mit dem Ergebnis ist Heidelinde Fabig, die Vorsitzender des Heimatbundes. „Die Resonanz ist durchweg positiv“, sagt sie. Auch der Vorstand, der den Imagefilm erst am Montag zu sehen bekam, sei begeistert. Der Heimatbund hat aktuell 450 Mitglieder in zahlreichen Regionalgruppen von Berlin bis nach München und Hamburg.

Für diese ehemaligen Gubener, die es meist aus beruflichen Gründen in die Ferne verschlagen hat, sollte der Film ursprünglich gedreht werden. „Die Idee dafür entstand schon im Jahr 2014“, erzählt Fabig. Allerdings gab es für das Projekt damals keine Mehrheit im Vorstand. Carola Huhold, Vorstandsmitglied und Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung im Gubener Rathaus, schlug damals die Zusammenarbeit mit der Stadt vor.

„Mehr als ein Jahr lang waren die Filmemacher in Guben unterwegs“, sagt Bernhard Schulz, Pressesprecher der Stadtverwaltung. Gedreht wurde bei großen Veranstaltungen wie dem Frühlings- und Appelfest, aber auch bei ortsansässigen Unternehmen. „Für uns stand der grenz­überschreitende Aspekt im Fokus. Das ist schließlich unser Alleinstellungsmerkmal schlechthin“, betont Schulz.

Produziert hat den Gubener Imagefilm das FilmStudioP aus Eisenhüttenstadt. Die GmbH betreibt auch das Oder-Spree-Fernsehen in der Nachbarstadt. Gedreht hatte das Team um Phyll Priewisch auch die Dokumentation zur Sanierung der Villa Cohn in Guben und damit offenbar überzeugt.

Präsentiert werden soll der Film künftig auf Messen und Veranstaltungen, vor Touristen und möglichen Investoren, wie Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro ankündigt. Der Heimatbund will den Streifen bei seinem Bundestreffen im Mai den Mitgliedern vorstellen. „Wir haben auch die Option, aus dem Material noch einen Film für uns herauszufiltern“, sagt Fabig.

Und was ist zu sehen? In der Eingangssequenz läuft die Gubener Apfelkönigin Antonia Lieske durch eine Plantage mit blühenden Apfelbäumen. Bis Mitte der 20. Jahrhundert war der Obstanbau in der Stadt an der Neiße Tradition. Es folgen Bilder von der Produktion des wetterfesten Wollfilzhutes, der Guben einst weltberühmt machte, sowie ein Blick in die heutige Produktion bei Trevira. Der Polyestergarnhersteller gehört zu den größten Arbeitgebern in der Stadt.

Geworben wird mit der schnellen Zuganbindung nach Berlin und Cottbus, den Gubiner Bergen, den Seen, den Rad- und Wanderwegen, dem Wassertourismus auf der Neiße sowie kulinarischen Spezialitäten wie den Gubener Plinzen. „Guben liegt im Zentrum Europas und verbindet Deutschland und Polen“, heißt es am Ende der drei Minuten und 55 Sekunden.

Auch andere Städte werben mit Imagefilmen für sich. Neben den großen Metropolen entdecken auch immer mehr kleinere Kommunen das Potenzial. Spremberg hat beispielsweise auf seiner Internetseite einen digitalen Stadtrundgang veröffentlicht, der in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer entstand. Gubens erster Imagefilm stammt aus dem Jahr 2010, als die Stadt ihr 775-jähriges Bestehen feierte.

Der Gubener Imagefilm ist seit Dienstagabend auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht. Zu sehen ist er auch auf der Homepage der LAUSITZER RUNDSCHAU:

www.lr-online.de/video