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| 14:34 Uhr

Guben will den Touristenstützpunkt in Atterwasch verkaufen
Nutzungskonzept für Feriencamp abgewählt

 Für Schüler – wie hier aus Grano – war das Feriencamp ein beliebter Abenteuer- und Ausflugsort. Ende September aber ist Schluss.
Für Schüler – wie hier aus Grano – war das Feriencamp ein beliebter Abenteuer- und Ausflugsort. Ende September aber ist Schluss. FOTO: Werner
Guben. Guben will den Touristenstützpunkt am Deulowitzer See verkaufen. Die Linke will das nur mit Nutzungskonzept. Im Sozialausschuss allerdings wurde der Antrag der Fraktion abgelehnt. Denn die Zeit drängt.

Der Gubener Sozialausschuss hat den Antrag der Linken, den Touristenstützpunkt in Atterwasch nur gegen Vorlage eines Nutzungskonzepts zu verkaufen, abgelehnt. Die antragstellende Fraktion hatte bereits im Haushalt dafür plädiert, den in die Jahre gekommenen Standort nach Ablauf des Vertrags mit dem derzeitigen Feriencamp-Betreiber nur zu Freizeitgestaltungszwecken an den Mann bringen zu wollen. Das Problem: In den vergangen Jahren hat sich ein drastischer Investitionsstau gebildet, nur fünf der insgesamt zwölf Bungalows auf dem Gelände können erhalten bleiben, der Rest muss abgerissen werden.

Der aktuelle Pächter, die Ferieninitiative Grenzenlos, die auf dem Grundstück der Stadt Guben am Deulowitzer See das Feriencamp Drachenfels betreibt, wird die Arbeit in Atterwasch Ende September einstellen. Möglichkeiten, das Gelände aus eigenen Mitteln zu bewirtschaften, hat die Stadt angesichts der angespannten Haushaltslage nicht. Zwei von drei potenziellen Trägern aus Guben, bei denen Bürgermeister Fred Mahro (CDU) mögliches Interesse abgefragt hat, haben abgesagt. Die Rückmeldung eines weiteren stehe noch aus, so Mahro. Auch die Idee, den Stützpunkt im Kommunalverbund mit Peitz und Schenkendöbern zu nutzen, sei noch nicht vom Tisch. Dennoch: Um keine Zeit zu verlieren, sollen die Stadtverordneten bereits jetzt ihr Okay zu einer Ausschreibung geben.

Monika Birkholz (FDP) wollte wissen, ob laut Flächennutzungsplan überhaupt eine Wohnbebauung dort möglich wäre. Abschließend wollte die Verwaltung dazu noch keine Stellung beziehen und zunächst prüfen. Wenn Wohnbebauung ausgeschlossen sei, so bliebe ja ohnehin nicht viel anderes übrig als eine touristische Nutzung, so Birkholz.

Mahro betonte: Stadt und Betreiber trennten sich einvernehmlich. Die kommende Saison sei durch den aktuellen Betreiber noch abgesichert, so dass alle Buchungen Bestand hätten.

 Für Schüler – wie hier aus Grano – war das Feriencamp ein beliebter Abenteuer- und Ausflugsort. Ende September aber ist Schluss.
Für Schüler – wie hier aus Grano – war das Feriencamp ein beliebter Abenteuer- und Ausflugsort. Ende September aber ist Schluss. FOTO: Werner