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Kreisreform - Reaktionen
Guben und Schenkendöbern froh über Aus

Guben/Schenkendöbern. Der Verzicht auf die Umsetzung der Kreisgebietsreform war „überfällig“, betont Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro. Neben inhaltlichen Problemen sei es der Landesregierung nicht gelungen, die Menschen zu überzeugen, kritisiert er.

Der Verzicht auf die Umsetzung der Kreisgebietsreform war „überfällig“, betont Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro. Neben inhaltlichen Problemen sei es der Landesregierung nicht gelungen, die Menschen zu überzeugen, kritisiert er. Mahro fordert, dass jetzt zunächst über die Aufgabenverlagerung an die Kommunen sowie deren kostendeckende Finanzierung diskutiert werden müsse. Erst im Anschluss daran folge die Frage, ob bestehende Strukturen tatsächlich angepasst werden müssen. „Die finanziellen Spielräume durch den Verzicht auf die Kreisgebietsreform sollten in erster Linie der Lausitz zugute kommen“, fordert er mit Verweis auf den bevorstehenden „fundamentalen Strukturwandel“.

„Ich bin nicht überrascht von dieser Entwicklung“, betont auch Peter Jeschke (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Schenkendöbern. Das sei der einzig richtige Schritt. „Das ganze Land Brandenburg war gegen diese Reform“, sagt er. Auch der 59-Jährige war dagegen, dass es in Zukunft nur noch elf statt 14 Landkreise in Brandenburg gibt. „Ich hoffe, dass die Landesregierung jetzt endlich Zeit für die Funktionalreform II findet. Die betrifft uns nämlich direkt“, so Jeschke. Ursprünglich sollten die Ausarbeitung für die Verteilung künftiger Verwaltungsaufgaben auf die Gemeinden bereits bis Ende 2016 vorliegen.

(sha/mcz)