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| 13:24 Uhr

Guben
Gefeiert wird der Apfel, der Honig und der Wein

Zum zweiten Begegnungsfest begrüßt die Pro-Guben-Vorsitzende Irmgard Schneider gemeinsam mit der Gubener Folkloregruppe viele Gäste.
Zum zweiten Begegnungsfest begrüßt die Pro-Guben-Vorsitzende Irmgard Schneider gemeinsam mit der Gubener Folkloregruppe viele Gäste. FOTO: Ute Richter
Gubin. Das deutsch-polnische Frühlings- und Begegnungsfest bot einen atemberaubenden Ausblick.

Zum zweiten gemeinsamen Frühlings- und Begegnungsfest hatten am Samstag die Vereine Pro Guben, der Förderverein zur Wiederherstellung der Kulturlandschaft Gubiner Berge, die Freunde des Gubiner Landes sowie der Verein Gubiner Berge eingeladen. Auf dem Rod Wzgorgze in der heutigen Kleingartenanlage, ehemals Schönhöhe, trafen sich am Samstag Deutsche und Polen, um bei bestem Frühlingswetter gemeinsam zu feiern und den einzigartigen Ausblick über Guben und Gubin zu genießen.

Mit der Gründung des Vereins Förderverein Gubiner Berge, der sowohl auf deutscher als auch auf polnischer Seite einen Sitz hat, soll auf die einstige Schönheit des Areals aufmerksam gemacht werden. Bewusst war schon beim ersten Fest vor einem Jahr die Zeit der Baumblüte gewählt worden. Denn ein Baumblütenfest gab es bereits Anfang der 1920er-Jahre. Sonderzüge aus Berlin brachten damals zahlreiche Menschen an die Neiße, um diese Zeit, ähnlich wie heute in Werder, zu feiern.

Heute feiert man kleiner, auch wenn der Blick über Gubin und Guben von dieser Stelle immer noch atemberaubend ist und die Gubener und Gubiner mit dem Wetter Glück haben. „In der heutigen turbulenten Zeit ist es wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, sich gegenseitig zu achten und den europäischen Gedanken zu festigen. Mit diesem Fest wollen wir die Natur – die Äpfel, den Honig und den Wein – in den Vordergrund rücken“, so Irmgard Schneider von „Pro Guben“.

Und diese einzigartige Natur besangen dann am Samstag die Folkloregruppe Guben sowie der Frauenchor Gubinskie Luzyczanki (Gubiner Lausitzerinnen) in ihren kleinen vorbereiteten Programmen. Für Unterhaltung mit flotten Rhythmen und schicken Kostümen sorgten die Nanunanas aus Guben.

An den Vorbereitungen und der Durchführung des Festes waren die Deutsche und die Polen wieder gleichermaßen beteiligt. Die Euroregion Spree-Neiße-Bober fördert dieses Projekt gern, denn es passt gut in die Kategorie „Kultur und Kulturelles Erbe“.