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| 02:42 Uhr

Guben und Gubin diskutieren heute über Tagebaupläne

Guben/Gubin. Die Verwaltungsspitzen der Städte Guben und Gubin sowie der Gemeinden Schenkendöbern und Gubin kommen heute zu einem weiteren Gespräch über die Tagebauplanungen links und rechts der Neiße zusammen. Das kündigte Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro am Rande der Vertragsunterzeichnung für die zweite Eltern-Kind-Gruppe in Guben am Dienstag an. B.M.

Im Vordergrund des Gesprächs stehen die Positionen auf polnischer Seite zum geplanten Tagebau und Kraftwerk Gubin-Brody. Der Gubiner Bürgermeister Bartlomiej Bartczak steht dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber, weil es Arbeit und Beschäftigung in die strukturschwache Region bringen wird. Die Stadt Guben sowie die Gemeinden Schenkendöbern und Gubin lehnen den Tagebau Gubin-Brody ab. Auch gegen den von Vattenfall geplanten Aufschluss des Tagebaus Jänschwalde-Nord haben sich Schenkendöbern und Guben eindeutig positioniert.

Zum Stand des Braunkohleplanverfahrens Jänschwalde-Nord hatte es in der vergangenen Woche auf der Stadtverordnetenversammlung noch keine neuen Informationen gegeben. Die RUNDSCHAU fragte nach bei der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg und erfuhr: Der Energiekonzern Vattenfall ist fleißig dabei Hausaufgaben zu machen und die umfangreichen Hinweise und Einwände der betroffenen Gemeinden, Ämter und Städte aus dem Scoping-Termin im Mai 2012 abzuarbeiten. Braunkohleplaner Uwe Sell nennt als Stichworte das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Pastlingsee, die Umsiedlungsbedingungen, Gutachten zur Lärm- und Staubbelastung und zum Wasserhaushalt sowie Abwägungen zur Abbaugrenze. "Vattenfall hat uns da viel vorgelegt. Wir sind intensiv dabei, das auszuwerten", sagt Sell.