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| 14:53 Uhr

Gubens ehemaliges Kino
Guben sucht ein Konzept für die „Friedensgrenze“

 Die Stadt sucht nach Varianten, wie das ehemalige Filmtheater „Friedensgrenze“ künftig genutzt werden könnte.
Die Stadt sucht nach Varianten, wie das ehemalige Filmtheater „Friedensgrenze“ künftig genutzt werden könnte. FOTO: lr / Engelhardt
Guben. Stadtverwaltung prüft Möglichkeiten der nachhaltigen Nutzung des ehemaligen Kinos an der Karl-Marx-Straße.

Gibt es für das einstige Filmtheater „Freidensgrenze“ tatsächlich eine Zukunft? Bürgermeister Fred Mahro deutete dies in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung an, als er sagte, dass in dieser Hinsicht eine neue Initiative gestartet werden soll.

Auf RUNDSCHAU-Nachfrage bestätigte Mahro, dass im Zuge der Entwicklung des Klimaquartiers rund um die Hegelstraße weiterhin versucht werden soll, „diese Immobilie einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen“. Dazu habe es vor kurzem erneut einen Termin gegeben, unter anderem mit Vertretern der unteren Denkmalschutzbehörde. Unter Berücksichtigung des weiteren Verfalls des Gebäudes und unter dem Aspekt seines denkmalgeschützten Charakters werde es erneut Aktivitäten der Stadtverwaltung zu einer „möglichen Inbesitznahme mit dem Ziel einer Nachnutzung“ geben.

Mahro ergänzt: „Wir verfolgen damit die gleiche Strategie wie bei der Suche einer Nachnutzung für die ehemalige Wilhelm-Pieck-Schule.“ Wie diese Nachnutzung aussehen könnte, dazu hält sich der Bürgermeister aktuell aber noch bedeckt.

Der bisher letzte Versuch, das einstige Kino wieder zum Leben zu erwecken, war im Sommer 2017 gestartet worden. Die Verwaltung hatte der Stadtverordnetenversammlung damals vorgeschlagen, mit Fördermitteln die Immobilie an der Karl-Marx-Straße so zu ertüchtigen, dass die Installation eines Indoor-Spielplatzes möglich gewesen wäre. Dabei war es zunächst nur um eine wirtschaftliche und bausubstantielle Betrachtung gegangen. Das wurde abgelehnt. „Im Wesentlichen war aus Sicht der Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung die nachhaltige Sicherung des Betriebes dieses Spielplatzes durch einen externen Dritten nicht schlüssig“, schätzt Mahro im Rückblick ein.

Das Filmtheater „Friedensgrenze“ war im März 1956 feierlich eröffnet worden. Es diente den Gubenern mehr als vier Jahrzehnte lang als Kino, aber auch als Saal für Konzerte und andere Veranstaltungen. Nach der Schließung des Kinos im Jahr 2000 begann dann der schrittweise Verfall des Gebäudes.