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| 17:42 Uhr

Gedenken an Maxim
Stille Momente vor dem Anpfiff

 Die Mannschaften des JFV (gelbe Trikots) und aus Eisenhüttenstadt, Dynamo-Trainer Maik Antoszewski (v.) und die zahlreich erschienenen Zuschauer hielten vor Spielbeginn kurz inne, um des verunglückten Jungen zu gedenken.
Die Mannschaften des JFV (gelbe Trikots) und aus Eisenhüttenstadt, Dynamo-Trainer Maik Antoszewski (v.) und die zahlreich erschienenen Zuschauer hielten vor Spielbeginn kurz inne, um des verunglückten Jungen zu gedenken. FOTO: Kenny Fuhrmann
Guben. Benefizspiel zwischen dem JFV Fun und Dynamo Eisenhüttenstadt bringt 1850 Euro ein.

Es ist ein bewegender Moment, als Maik Antoszewski, Trainer der C-Junioren von Dynamo Eisenhüttenstadt, am Mittwoch kurz vor Anpfiff des Testspiels seiner Mannschaft gegen die gleichaltrigen Jungs des JFV Fun aus Guben zum Mikrofon greift. Antoszewski richtet einige Worte an Maxim. Jenen Jungen, der eine Woche zuvor bei einem tragischen Verkehrsunfall in Eisenhüttenstadt ums Leben kam. Einem Jungen, der selber begeisterter Fußballer und zudem Kapitän seiner Mannschaft war.

„Der Fußball hat dir viel bedeutet“, sagt Antoszewski, der hörbar mit den Tränen ringt. „Du bleibst immer in unserem Herzen.“ Dann bittet der Trainer alle Anwesenden um eine Schweigeminute. Vielleicht dauert dieses Gedenken auch zwei oder gar drei Minuten, auf alle Fälle haben alle, die den Zehnjährigen kannten oder die seinetwegen zu diesem Spiel auf den Platz des BSV Guben Nord gekommen sind, Zeit, sich persönlich still von Maxim zu verabschieden. Erst dann bittet der Schiedsrichter beide Mannschaften zum Anpfiff an den Mittelkreis. Die Eisenhüttenstädter schwören sich noch mit einem gemeinsamen Schlachtruf „Für Maxim!“ ein, dann rollt der Ball.

Schon zwei Tage nach dem tragischen Unfall waren sich die Gubener und die Eisenhüttenstädter Vereinsverwortlichen einig, dass das schon seit längerem geplante Spiel zu einer Benefizveranstaltung werden sollte. „Ich finde es gut, dass es stattfindet und nicht verschoben wurde“, sagt Antoszewski. Er berichtet von der riesigen Anteilnahme, die es in der Region gebe. „Die Eltern haben gesammelt. Unterstützung gibt es aber beispielsweise auch aus Seelow oder Fürstenwalde. Und auch die D-Jugend des FC Energie Cottbus will zu einem Benefizspiel kommen und ein Trikot eines Spielers der 1. Mannschaft zur Versteigerung mitbringen.“

Etwas anders sieht die Situation bei den D-Junioren von Dynamo aus, für die Maxim in dieser Saison gespielt hätte. Trainer Roland Vahlwerk: „Wir versuchen das nicht so an die Kinder heranzulassen, aber zwei von ihnen befinden sich in psychologischer Betreuung. Zudem will bisher keiner das Amt des Kapitäns übernehmen, das eigentlich Maxim inne hatte.“ Das für Donnerstag geplante Spiel gegen Guben wurde abgesagt.

Unter den insgesamt rund 300 Zuschauern sind aber auch viele Gubener, viele von ihnen Eltern oder Funktionäre beim JFV Fun. „Wir sind wegen der Anteilnahme hier. So etwas nimmt einen mit“, sagt Rene Wander. Und André Riebel, Co-Trainer der 1. Männermannschaft des BSV Guben Nord: „Es geht einem sehr nahe und man denkt schon auch daran, wie es wäre, wenn es die eigenen Kinder wären.“

Am Ende kann Gunnar Geilich, Vorsitzender des JFV Fun, ein positives Fazit ziehen: 1850 Euro sind für die Familie von Maxim an diesem Nachmittag zusammengekommen.

 Im anschließenden Fußballspiel setzten sich dann die Gubener Gastgeber, hier Erik Brose im Zweikampf (l.), mit 6:1 (5:0) durch.
Im anschließenden Fußballspiel setzten sich dann die Gubener Gastgeber, hier Erik Brose im Zweikampf (l.), mit 6:1 (5:0) durch. FOTO: kenny fuhrmann
 Die Mannschaften des JFV (gelbe Trikots) und aus Eisenhüttenstadt, Dynamo-Trainer Maik Antoszewski (v.) und die zahlreich erschienenen Zuschauer hielten vor Spielbeginn kurz inne, um des verunglückten Jungen zu gedenken.
Die Mannschaften des JFV (gelbe Trikots) und aus Eisenhüttenstadt, Dynamo-Trainer Maik Antoszewski (v.) und die zahlreich erschienenen Zuschauer hielten vor Spielbeginn kurz inne, um des verunglückten Jungen zu gedenken. FOTO: Kenny Fuhrmann
 Im anschließenden Fußballspiel setzten sich dann die Gubener Gastgeber, hier Erik Brose im Zweikampf (l.), mit 6:1 (5:0) durch.
Im anschließenden Fußballspiel setzten sich dann die Gubener Gastgeber, hier Erik Brose im Zweikampf (l.), mit 6:1 (5:0) durch. FOTO: kenny fuhrmann
(ten)