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| 14:14 Uhr

Kommunalpolitik
Stadt prüft Zukunftsplan für Bäder neu

Wegen seiner hohen Kosten steht das Freizeitbad in Guben schon seit Jahren in der Kritik.
Wegen seiner hohen Kosten steht das Freizeitbad in Guben schon seit Jahren in der Kritik. FOTO: Werner
Guben. Verwaltung will Einrichtungen von Unternehmen betreiben lassen und so den eigenen Haushalt entlasten.

Die im Haushaltssicherungskonzept vorgesehene Übertragung des Freizeitbades und des Freibades an die Energieversorgung Guben (EVG) ist noch nicht erfolgt. Darüber informiert Björn Konetzke als Kämmerer den Haushaltsausschuss am Mittwoch. „Es liegt nicht in unserer Hand“, betont er. Noch stehe die verbindliche Auskunft des Finanzamtes aus, ob ein solcher steuerlicher Querverbund möglich ist. Mit einer Antwort wird Konetzke zufolge in den nächsten zwei Monaten gerechnet. „Wir hoffen natürlich auf einen positiven Ausgang“, sagte er.

Ursprünglich sollten die beiden Einrichtungen bereits zu Jahresbeginn an die Städtischen Werke Guben (SWG) übertragen werden. Doch das Modell funktioniert aus steuerrechtlicher Sicht nicht. Nun wird ein ähnliches Konzept für die EVG geprüft. Die Stadt erhofft sich damit erhebliche Einsparungen für den eigenen Haushalt. Im laufenden Jahr wird mit geringeren Kosten in Höhe von 366 000 Euro gerechnet, für 2019 sind 545 900 Euro an Einsparungen geplant und ab 2020 sogar 741 100 Euro. Sollte der Querverbund nicht möglich sein, muss ein Nachtragshaushalt aufgestellt werden, kündigt Konetzke an.

Die Stadt Guben will grundsätzlich bis zum Jahr 2020 ihren Haushalt ausgeglichen haben. Das ist auch die Auflage der Kommunalaufsicht. Der Betrieb der beiden Bäder kostet die Stadt laut Plan knapp 900 000 Euro pro Jahr.