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| 17:18 Uhr

Abgerechnet
Guben spart Wärme und Kohlendioxid

SWG-Medienmanager Thomas Jänsch hat den 45-seitigen Energiebericht der Stadt Guben erarbeitet.
SWG-Medienmanager Thomas Jänsch hat den 45-seitigen Energiebericht der Stadt Guben erarbeitet. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Guben. Stadt legt vierte Auflage des Energieberichtes vor. Pro-Kopf-Kosten liegen bei 58,20 Euro. Von Silke Halpick

Die Stadt Guben hat ihren Energie- und Kohlendioxid-Verbrauch wiederholt gesenkt. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Thomas Jänsch, Medienmanager bei den Städtischen Werken Guben (SWG). Er hat den aktuellen Energiebericht erarbeitet. Unterm Strich stehen 88 Tonnen weniger Kohlendioxid und 159 000 Kilowattstunden weniger Strom im Vergleich zu 2014.

Negativ auf die Gubener Bilanz wirkt sich die potenzielle Legionellengefahr aus. Die im Wasser lebenden Bakterien können schwere Erkrankungen verursachen. Um das Risiko zu vermindern, hat der Gesetzgeber neue Regeln zur Temperatur in Warmwasserspeichern und zur Laufzeit von Zirkulationspumpen erlassen. Davon sind auch die kommunalen Objekte in Guben betroffen. „Die Wärmegrundlast hat sich dadurch um 30 Prozent erhöht“, betont Jänsch.

Auch der Bedarf an Heizenergie ist um 662 Megawattstunden und damit um 57 000 Euro gestiegen. „Das liegt an der guten Auslastung der kommunalen Objekte“, sagt Jänsch. So seien die Schulen und Kitas in Guben teils „voll bis unters Dach“. Selbst der Einsatz von energiesparenden Einzelraum-Regelungen lohne sich nicht mehr, weil viele der Zimmer rund um die Uhr besetzt sind.

Als „gelungen“ bezeichnet Jänsch den Neuanbau an der Corona-Schröter-Grundschule. Aus energetischer Sicht sei hier alles richtig gemacht worden. Energiesparende Dämmstoffe für die Wände wurden mit einer Fußbodenheizung kombiniert, bei der es „kaum Leitungsverluste“ gebe. Nächstes Beispiel ist der Hort der Friedensschule. Hier sei allein durch die Neueinstellung der Regler der Energieverbrauch um ein Viertel zurückgegangen. Das Gebäude in der Schulstraße war zuvor ein Mietshaus. Beide Objekte sind neu im Bestand der Stadt.

Der Gubener Energiebericht erscheint aller drei Jahre. Die aktuell vorliegende Version ist bereits die vierte Auflage. Auf 45 Seiten sind alle 26 kommunalen Objekte samt Energieverbrauch und Kosten sowie einem Vergleich zum deutschen Durchschnittsverbrauch aufgeführt. Keine andere Stadt in Spree-Neiße gibt so detaillierte Daten heraus. Zuständig für das Energiemanagement der Stadt sind die SWG.

„Wir haben auch im abgelaufenen Jahr 2017 versucht, mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen so effizient wie möglich zu arbeiten und dabei unseren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, betont Bürgermeister Fred Mahro (CDU). Die damit verbundene finanzielle Einsparung sei auch ein wichtiges Kriterium beim Betrieb technischer Anlagen. Die Pro-Kopf-Kosten für Strom, Wärme und Wasser liegen in Guben aktuell bei 58,20 Euro. Zum Vergleich: 2014 waren es 53 Euro, was auch an der stetig sinkenden Einwohnerzahl liegt

Profitieren kann die Stadt von der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Die Zahl der Lichtpunkte ist von 2400 (im Jahr 2001) auf heute 3000 gestiegen. Gleichzeitig ist aber deren Energieverbrauch von 1,3 Millionen Kilowattstunden auf 800 000 gesunken.