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| 19:01 Uhr

Ministerpräsident zu Besuch in Guben
Neißeregion soll beim Strukturwandel nicht vergessen werden

 Zum Besuchsprogramm von Ministerpräsident Dietmar Woidke (2. v. r.) gehörte auch ein Abstecher ins Oldtimer-Museum. Ralph-Michael Laurisch (r.), Vizepräsident des Gubener Oldtimer-Clubs, erzählte Woidke viel Wissenswertes über die ausgestellten Fahrzeuge. Mit dabei auch Hoffmann-Möbel-Chef Frank Pritzsche (3. v. l.).
Zum Besuchsprogramm von Ministerpräsident Dietmar Woidke (2. v. r.) gehörte auch ein Abstecher ins Oldtimer-Museum. Ralph-Michael Laurisch (r.), Vizepräsident des Gubener Oldtimer-Clubs, erzählte Woidke viel Wissenswertes über die ausgestellten Fahrzeuge. Mit dabei auch Hoffmann-Möbel-Chef Frank Pritzsche (3. v. l.). FOTO: Roswitha Werner
Guben. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) besucht Gubener Traditionsunternehmen Hoffmann-Möbel und das Oldtimer-Museum.

(ten) Wenn der Strukturwandel für umfassende Veränderungen in der Lausitz sorgt, dann sollen Guben und Umgebung nicht vergessen werden. Dieses Anliegen brachten am Donnerstag Kommunalpolitiker wie Gubens Bürgermeister Fred Mahro (CDU) und der Schenkendöberner Gemeindevertreter Steffen Krautz (SPD) Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke nahe, als dieser das Gubener Traditionsunternehmen Hoffmann-Möbel besuchte.

Dabei stellte Geschäftsführer und Inhaber Frank Pritzsche auch seine Söhne Anton und Philipp dem Ministerpräsidenten vor. Beide Mittdreißiger sollen mittelfristig die Führung des Möbelhauses übernehmen. „Ich musste gar nicht betteln“, sagte Pritzsche senior. Beide Söhne studierten Betriebswirtschaftslehre und sammelten bereits in den letzten zehn Jahren ihre Erfahrungen im Unternehmen.

„Es ist ja auch eine spannende Sache, wenn man sein eigener Herr sein kann“, begründete Anton Pritzsche, warum er in die Fußstapfen seines Vaters treten will. „Zudem sind mir Familientradition und Heimat durchaus wichtig.“ Und Bruder Philipp ergänzte: „Auch bei mir hat sich relativ geradlinig der Wunsch herausgebildet, das Unternehmen fortzuführen.“

Wie die Nachfolge sich konkret gestalten wird, steht laut Frank Pritzsche noch nicht fest. Auf alle Fälle sei aber gesichert, dass die Firma auch in fünfter Generation Bestand hat. Er könne dem Traditionsunternehmen zu dieser erfolgreichen Entwicklung nur gratulieren, so Woidke.

Bei anderen Gubener Firmen ist die Frage, wer künftig das Sagen hat, hingegen noch offen – so wie für viele Betriebe in Brandenburg. Nicht zuletzt deshalb wird das Thema Nachfolge den Schwerpunkt des 3. Gubener Unternehmertreffens bilden. Es findet am Dienstag, 12. März, im Brand-, Rettungs- und Katastrophenschutzzentrum an der Cottbuser Straße statt.

Eine weitere wichtige Rolle bei der Stärkung der Region können die Rückkehrer spielen. „Rückkehrer kommen dann, wenn sie die entsprechenden Angebote vorfinden,  also Kitaplätze oder Eigenheimstandorte. Die Bindung zur Heimat ist auf alle Fälle noch da“, sagte Woidke während des Rundgangs durch das Möbelhaus und das Oldtimer-Museum im zweiten Stock. Später ergänzte er: „Die wichtigsten Protagonisten in puncto Rückkehrer sind aber Menschen, die bereits zurückgekehrt sind und ihre Erfahrungen vermitteln.“ Immerhin sei es auch auf Rückkehrer zurückzuführen, dass Brandenburg, im Gegensatz zu anderen ostdeutschen Bundesländern, inzwischen einen positiven Saldo beim Verhältnis von Zuzüglern zu Wegzüglern aufweise. Deshalb sei eine weitere Unterstützung von Rückkehrer-Initiativen wichtig. Frank Pritzsche betonte in dem Zusammenhang, dass man auch die Leistungen derer, die in all den Jahren geblieben sind, nicht vergessen dürfe.

Apropos zurückkehren: Schon in wenigen Tagen wird Dietmar Woidke erneut nach Guben kommen und zwar am 22. März. An jenem Freitag soll es ganz konkret um die Zukunft des Industriegebietes an der Forster Straße gehen, kündigte der Bürgermeister an.

 Zum Besuchsprogramm von Ministerpräsident Dietmar Woidke (2. v. r.) gehörte auch ein Abstecher ins Oldtimer-Museum. Ralph-Michael Laurisch (r.), Vizepräsident des Gubener Oldtimer-Clubs, erzählte Woidke viel Wissenwertes über die ausgestellten Fahrzeuge. Mit dabei auch Hoffmann-Möbel-Chef Frank Pritzsche (3. v. l.).
Zum Besuchsprogramm von Ministerpräsident Dietmar Woidke (2. v. r.) gehörte auch ein Abstecher ins Oldtimer-Museum. Ralph-Michael Laurisch (r.), Vizepräsident des Gubener Oldtimer-Clubs, erzählte Woidke viel Wissenwertes über die ausgestellten Fahrzeuge. Mit dabei auch Hoffmann-Möbel-Chef Frank Pritzsche (3. v. l.). FOTO: Roswitha Werner
(ten)