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| 17:30 Uhr

Treffpunkt Alte Färberei
Guben setzt auf polnische Partner

 Während der Deutsch-Polnischen Partnerbörse in der Alten Färberei konnten sich die Besucher unter anderem über die Angebote des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes informieren.
Während der Deutsch-Polnischen Partnerbörse in der Alten Färberei konnten sich die Besucher unter anderem über die Angebote des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes informieren. FOTO: LR / Engelhardt
Guben. Informationstag und Partnerbörse sollen Zusammenarbeit mit den Nachbarn voranbringen.

Es ist bereits das vierte Mal, dass die Agentur für Arbeit und die Stadt Guben am Mittwoch, 12. Juni, zu einem Deutsch-Polnischen Informationstag in die Alte Färberei einladen. An diesem Nachmittag haben polnische Bürger zwischen 14 und 17 Uhr wieder die Möglichkeit, sich über Jobangebote auf deutscher Seite, aber auch über die Rahmenbedingungen zu informieren, die rund um das Thema Arbeit in Deutschland gelten.

Aleksandra Drückler, die bei der Arbeitsagentur als Beraterin auf dem Gebiet der innereuropäischen Mobilität auf dem Arbeitsmarkt tätig ist, ist verantwortlich für die Organisation des Informationstages. Sie weiß, dass das Thema an Bedeutung gewinnt: „Waren es beim ersten Mal rund 100 Besucher, so konnten wir im vorigen Jahr schon um die 200 Gäste begrüßen.“

Der große Vorteil des Informationstages sei, dass die polnischen Besucher ihre Fragen auch in ihrer Muttersprache stellen können. Entweder seien Übersetzer im Einsatz oder die Institutionen würden von Mitarbeitern vertreten, die die polnische Sprache beherrschen. Das gelte von der Volkshochschule über das Finanzamt bis hin zu den Krankenkassen.

Insgesamt hätten sich laut Aleksandra Drückler für den 12. Juni 24 Aussteller angemeldet – bis auf den Arbeitgeber Fidelis-24, der Büroservice und Rechtsberatung in Deutsch und Polnisch anbietet, ausschließlich deutsche Institutionen, die kostenlose Beratungen durchführen. Dabei reicht die Palette von Informationen von der Sozial- und Krankenversicherung über die Anerkennung von Berufsabschlüssen bis hin zu den Themen Existenzgründungen und Sprachkurse.

Der Stand, der am meisten besucht werde, sei aber der der Arbeitsagentur, die über aktuelle Jobangebote informiere.

Der Bedarf an polnischen Arbeitskräften sei groß, bestätigt Aleksandra Drückler. Immer öfter zeigen deshalb deutsche Unternehmen Interesse daran, in polnischen Medien Werbung für ihre Stellenangebote zu machen. Auch für sie ist die Veranstaltung in der Alten Färberei ein Anlaufpunkt, denn beim Informationstag werden auch deutsche Arbeitgeber beraten, die nach Fachkräften über die Landesgrenze hinaus suchen.

Während der 4. Deutsch-Polnische Informationstag also noch Zukunftsmusik ist, hat eine andere grenzüberschreitende Veranstaltung am Montag ihre Premiere erlebt: die deutsch-polnische Partnerbörse, die ebenfalls in der Alten Färberei stattfand. Organisiert von der Euroregion Spree-Neiße-Bober, ging es bei der Veranstaltung vor allem darum, Vereine oder Institutionen von deutscher und von polnischer Seite zusammenzubringen, damit diese gemeinsam Projekte realisieren können. Die Kontakte konnten unter anderem während drei Workshops geknüpft werden, die im Laufe des Nachmittags angeboten wurden. Die Basis für diese Kontakte sei Vertrauen, sagte Gubens Bürgermeister Fred Mahro (CDU) während seines kurzen Grußwortes. Und das Vertrauen wachse durch das Überwinden der Sprachbarriere.

Zu den Vorhaben, die über Mittel der Euroregion mitfinanziert werden, gehören zum Beispiel der Umwelttag und das Vereinsjubiläum von „pro Guben“, die beide in Kürze begangen werden. „Wir setzen dabei auf unseren bewährten Partner, den Verein der Freunde des Gubiner Landes“, sagt Irmgard Schneider. Sie würde sich aber auch freuen, weitere Partner ins Boot holen zu können.

 Während der Deutsch-Polnischen Partnerbörse in der Alten Färberei konnten sich die Besucher unter anderem über die Angebote des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes informieren.
Während der Deutsch-Polnischen Partnerbörse in der Alten Färberei konnten sich die Besucher unter anderem über die Angebote des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes informieren. FOTO: LR / Engelhardt
(ten)