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| 02:39 Uhr

Guben setzt auf Paddel und Pedale

Zu den beliebtesten Angeboten in der Gubener Region gehören Paddelboot-Touren auf der Neiße.
Zu den beliebtesten Angeboten in der Gubener Region gehören Paddelboot-Touren auf der Neiße. FOTO: MuT
Guben. Der Gubener Marketing- und Tourismusverein (MuT) steht in den Startlöchern für die Saison 2014. Neben zahlreichen bewährten Angeboten will der Verein in diesem Jahr auch wieder neue Wege gehen: Erstmal steht eine Paddeltour auf der Oder auf dem Programm. Thomas Engelhardt

"Ursprünglich wollten wir eine Paddel-und-Pedale-Tour mit Einbeziehung der Oder schon im vorigen Jahr durchführen. Dann hat uns aber das Hochwasser einen Strich durch die Rechnung gemacht", blickt Kerstin Geilich, die Geschäftsführerin des MuT, zurück. Nun also soll das Vorhaben in diesem Jahr umgesetzt werden, konkret am 25. Mai. Die Teilnehmer der Tour werden mit Fahrzeugen zunächst ins polnische Polecko gebracht. Dort steigen sie in Paddelboote um, mit denen sie nach Ratzdorf weiterfahren. Von dort aus geht es dann auf Rädern zurück nach Guben. "Wir wollen den Touristen auch einmal etwas Neues anbieten und zeigen, dass es in unserer Region mehr als nur die Neiße gibt", begründet Kerstin Geilich die Auswahl der Strecke.

Die Verbindung von Paddel und Pedale ist beim MuT kein Zufall. "Die Vermarktung von Wasser- und Radtourismus steht für uns an erster Stelle", sagt Kerstin Geilich. Und so wird es in diesem Jahr auch noch zwei weitere Paddel-und-Pedale-Touren geben, dann aber auf der Neiße. Am 21. September geht es von Groß Gastrose aus in Richtung Guben, für August ist eine Tour mit Start in Guben und Ziel in Ratzdorf vorgesehen. Für die MuT-Geschäftsführerin ist Wassertourismus auf der Neiße ein nach wie vor besonders attraktives Angebot. "Zum einen ist die Neiße mit eine Fließgeschwindigkeit von fünf bis sieben Kilometern pro Stunde der schnellste Fluß Nordostdeutschlands. Zum anderen ist der Fluss ein im Wesentlichen ungefährliches Gewässer."

Auch verschiedene Radtouren wird der Tourismusverein wieder anbieten. Los geht es mit dem traditionellen Anradeln am 13. April. In diesen Tagen geht die Vorbereitung dafür ins Detail, finden beispielsweise die Absprachen mit dem Gubener Radsportverein über die Streckenführung statt. Sehr beliebt ist inzwischen die Erdbeertour nach Alberti nenaue. Sie findet in diesem Jahr am 21. Juni statt.

Auch beim Radtourismus gab es 2013 aufgrund des Hochwassers einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Verein habe speziell im Juni zahlreiche Stornierungen registriert, erst im Juli habe die Kurve wieder nach oben gezeigt.

Dabei könne die Region nach wie vor mit ihrem Radwegnetz punkten. So habe der wichtigste Radweg, der Oder-Neiße-Radweg, vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) wieder vier von fünf möglichen Sternen erhalten. "Natürlich sind die Radwege in der Region sanierungsbedürftig, das heißt aber nicht, dass sie nicht mehr befahrbar sind. Die Touristen bewerten sie immer noch als gut. Es kommt aber jetzt darauf an, diese Qualität zu erhalten beziehungsweise wieder herzustellen", macht Kerstin Geilich deutlich.

Zu den MuT-Angeboten gehören in diesem Jahr ebenso wieder Stadtführungen, beispielsweise am 26. April in die Geschichte der Doppelstadt und am 17. Mai mit einem besonderen Blick auf den Stadtpark. Und dann laufen auch bereits die Vorbereitungen für das Wochenende 6. und 7. September. Dann wird der Verein schon zum 20. Mal zum Appelfest einladen.