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| 15:40 Uhr

Guben
Neuer Rekord aufgestellt

415 Teilnehmer schwammen beim 9. Gubener 24-Stunden-Schwimmen insgesamt 2 024 800 Meter.
415 Teilnehmer schwammen beim 9. Gubener 24-Stunden-Schwimmen insgesamt 2 024 800 Meter. FOTO: Ute Richter
Guben. Die Zweitausender-Marke wurde beim 9. Gubener 24-Stunden-Schwimmen geknackt. Von Ute Richter

Mit 2 024 800 Metern haben die 415 Schwimmer beim diesjährigen 24-Stunden-Schwimmen in Guben einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Fred Mahro, amtierender Bürgermeister, Berit Kreisig, Direktorin an der Europaschule, Peter Stephan, Vorsitzender des Sozialausschusses und Apfelkönigin Lydia Günther gingen am Samstag Punkt 12 Uhr als Erste beim mittlerweile 9. Gubener 24-Stunden-Schwimmen ins Wasser.

Die Organisation sucht in der Neißestadt seinesgleichen. Unzählige Männer und Frauen aus Gubener Firmen, Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen haben unter der Federführung eines zwölfköpfigen Organisationsteams mitgeholfen, dass 24 Stunden lang alles seinen reibungslosen Gang geht. Da hieß es, die Anmeldungen zu erfassen, die Bahnen der Schwimmer zu zählen, für die Verpflegung der Aktiven und Besucher zu sorgen, die Auswertung zu erstellen, für die richtige Stimmung in der Halle zu sorgen und natürlich alles im Überblick zu haben. Regine Wächtler-Richter von der Gubener Wasserwacht freute sich am Sonntagmittag, dass alles so prima geklappt hat. „Das hat wieder richtig Spaß gemacht. Ich danke den vielen, vielen fleißigen Helfern für ihren tollen Einsatz“, sagte sie.

Mit 13,92 Kilometern wurde die Strecke des vergangenen Jahres überboten und das bei 23 Teilnehmern weniger. Mit 93 Jahren war auch in diesem Jahr Herbert Müller der älteste Schwimmer. Er war bis auf einmal bei jedem 24-Stunden-Schwimmen dabei. Vor zwei Monaten ist er nach Nürnberg zu seiner Familie gezogen, ließ es sich aber nicht nehmen, an diesem Wochenende in Guben dabei zu sein. „Wir sind mit meiner Frau stets schwimmen und in die Sauna gegangen. Das hält fit“, so der rüstige Senior. Bei seiner Prämierung appelliert er, genauso wie die älteste Teilnehmerin, Gisela Malenky (77), an die Stadt Guben, die Schwimmhalle zu erhalten. „Sie schaffen das“, richten sie ihren Appell an Fred Mahro. Als Jüngste gingen Elio Hammel und Emma Liem (beide 5 Jahre) an den Start.

Organisiert wird das 24-Stunden-Schwimmen traditionell von der Gubener Wasserwacht, dem Tauchclub, der Stadt, dem SV Chemie, der Sondereinsatzgruppe des Roten Kreuzes und in diesem Jahr von der Wasserwacht Gubin. Erschöpft, aber glücklich waren sie, von denen viele fast die kompletten 24 Stunden vor Ort waren. Für die richtige Stimmung in der Halle  sorgten die DJ’s Christian Sperling und Walko Lehmann. Sie motivierten die Starter jederzeit, hielten sich selbst mit viel Kaffee und guter Laune wach. „Ein Stündchen haben wir abwechselnd in der Nacht mal auf der Liege geruht“, verraten sie.

Die meisten Kilometer sind in diesem Jahr Vanessa Bömecke, Sven Hundsdorfer und Anna Krupinska geschwommen: ganze 30 Kilometer jeder von ihnen. Durchschnittlich hat jeder Starter 4,879 Kilometer zurückgelegt. Titelverteidiger des Wettkampfes bei den Grundschulen war auch in diesem Jahr die Grüne Grundschule Grano mit 196 800 Metern, in der Sekundarstufe die Europaschule mit 152 700 Metern, bei der Vereinswertung der SV Chemie Guben mit 284 700 Metern und das Naemi-Wilke-Stift mit 137,4 Kilometern bei der Firmenwertung. Sie alle haben ihre Zeiten vom Vorjahr verbessert. Übrigens war die Mannschaft des Naemi-Wilke-Stifts wie schon 2017 eine deutsch-polnische Mannschaft. Damit jeder von ihnen eine Urkunde erhält und Zahlen, Zeiten und Platzierungen auch stimmen, dafür sorgen in jedem Jahr Grit Sebastian und Maik Pokrant. Sie sind ein eingespieltes Team im Organisationsbüro und lieferten stündlich die aktuell geschwommenen Kilometer.

Für die Verköstigung der Schwimmer und Besucher sorgte die Sondereinsatzgruppe (SEG) des DRK Guben. Mit zwölf Mann waren sie rund um die Uhr im Einsatz. Der große Renner waren in diesem Jahr Crepes. 250 Stück gingen über die Theke. Über 300 Eier kamen dafür zum Einsatz. Verspeist wurden außerdem 160 Wiener, 60 Bockwürste, 120 Steaks, 100 Bratwürste, 350 Tassen Kaffee, unzählige Liter Tee und über 100 Portionen Nudeln mit Tomatensoße. Als Überraschung für die Zuschauer und die Überbrückung für die Auswertung am Ende des Schwimmens präsentierten sich in diesem Jahr die Gubener Wasserballer. Sie erzählten von ihrem Sport und führten ganz anschaulich vor, wie Wasserball funktioniert.

Weitere Fotos finden Sie unter www.lr-online.de/bilder