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| 19:43 Uhr

Veranstaltung
Guben kürt neue Apfelkönigin

Guben. Simone Klotz wird dem Publikum erstmals präsentiert. „Goldener Apfel“ für Feuerwehrchef.

Bis zum Schluss war es das best-gehütete Geheimnis in Guben: Simone Klotz ist die neue Apfelkönigin. Kurz vor 19 Uhr wurde sie dem Publikum erstmals öffentlich präsentiert und feierlich gekrönt.

Mit der Geheimhaltetaktik beschreitet der Marketing- und Tourismusverein Guben (Mut) ganz neue Wege. In der Vergangenheit gab es vor der Wahl immer öffentliche Runden, bei denen die Kandidaten vorgestellt wurden. Diesmal fand sich förmlich erst in letzter Sekunde eine Bewerberin. „Wir wollten einfach die Spannung halten und haben uns deshalb dieses Vorgehen überlegt“, sagt Mut-Geschäftsführerin Kerstin Geilich.

So schwer wie diesmal war es noch nie, Kandidaten für den repräsentativen Ein-Jahres-Ehrenamts-Job zu finden. Erstmals musste der Verein sogar die Bewerbungsfrist verlängern. Neben Simone Klotz gab es zwar noch einen weiteren Bewerber, doch dieser erfüllte die vom Verein gestellten Voraussetzungen nicht und wurde deshalb nicht zugelassen. Auch bei der Krönung selbst war er nicht zu sehen.

Neue Apfelkönigin gekrönt FOTO:

Eine Wahl hatten die Gubener trotzdem: Die Festbesucher konnten den Sieger des „Goldenen Apfels“, ein Preis für besonderes ehrenamtliches Engagement, wählen. Elf Kandidaten waren nominiert. Üblicherweise trifft eine Jury die Entscheidung. Diesmal wurde eine Ausnahme gemacht.

Beim Publikum kam Rico Nowka am besten an. Der Chef der Gubener Freiwilligen Feuerwehr war allerdings nicht anwesend und konnte den „Goldenen Apfel“ noch nicht in Empfang nehmen. Die Gubener Feuerwehr musste in der Vergangenheit tatsächlich überdurchschnittlich oft ausrücken, um Brände zu löschen, Autos standen in Flammen, eine Gasexplosion in einem Wohnhaus erschütterte die Stadt.

Ganz traditionsbewusst verlief dagegen die Siegerehrung im Armbrustschießen. Der Schützenverein Rot-Weiß des PSV Guben organisiert das Spektakel. Die Medaillenplätze werden stets in der Halle „ausgeschossen“. Schützenkönig 2018 wurde Holger Schmidt, gefolgt vom 1. Ritter Peter Wiepke und Oliver Sroka als 2. Ritter.

Traditionell waren auch die Angebote in der Alten Färberei, die von der Stadt, der Pomologischen Gesellschaft und Pro Guben organisiert werden. Einhundert verschiedene Apfelsorten konnten die Festbesucher verkosten. Viele Vereine wie die Bubbatzfreunde aus Kerkwitz, der Gubener Radsportverein, der Polizeisportverein sowie der Oldtimerclub präsentierten sich. Die Musikschule und die Kitas zeigten Programme auf der Festbühne. Für richtig Stimmung sorgte am frühen Samstagbend Mandy Ernst mit ihrer Nena-Cover-Show. Den Abend beendete traditionell die TB-Session-Band.

Am Sonntagvormittag luden die Kirchengemeinde Guben und die Heilsarmee zu einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel ein. Zum Krönungstag reisten viele Gastmajestäten aus anderen Städten an. Neben der Peitzer Teichnixe, der Forster Rosenkönigin, der Spremberger Spreenixe und Jutta von Kittlitz mischten sich auch die „Alten Äppel“, der Klub der ehemaligen Apfelköniginnen, unters Volk und sorgten in ihren atemberaubenden Kleidern für Aufsehen. Die „Alten Äppel“ sind auch die Jury beim alljährlichen Kreativ-Wettbewerb. Diesmal sollten Tontöpfe gestalteten werden. Am besten gelang das Kerstin Zander, die sich über den  ersten Platz freuen konnte.

Auch wenn es vor allem am Samstagnachmittag regnete, tat das der guten Stimmung auf dem zweitägigen Gubener Appelfest keinen Abbruch. Auch Mut-Chefin Kerstin Geilich war am Sonntagabend sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festes, wie sie sagt.