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| 17:29 Uhr

Guben
Guben kämpft um Bahnübergänge

Der Bahnübergang an der Grunewalder Straße. Hier verkehren die Züge in Richtung Frankfurt (Oder).
Der Bahnübergang an der Grunewalder Straße. Hier verkehren die Züge in Richtung Frankfurt (Oder). FOTO: Silke Halpick / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Guben. Aus Sicht der Verwaltung kommt eine Schließung der Grunewalder Straße nicht infrage.

Die Offenhaltung beider Übergänge sei „alternativlos“, betont der amtierende Bürgermeister Fred Mahro im Hauptausschuss.

Die Deutsche Bahn hatte im Oktober 2017 darüber informiert, dass die beiden Bahnübergänge bis zum Jahr 2021 technisch aufgerüstet werden müssen. Zu diesem Zeitpunkt soll auch das elektronische Stellwerk in Guben in Betrieb gehen, mit dem die Anlagen derzeit nicht kompatibel sind. Zudem entsprechen auch der bauliche Zustand sowie die Sicherheitseinrichtungen nicht mehr den geltenden Normen. Wenn es nach den Vorstellungen der Bahn geht, werden die Übergänge im Anschluss an die Umrüstung geschlossen, weil das mit Blick auf die Sicherheit und die laufenden Betriebskosten die beste Lösung sei.

Die Grunewalder Straße führt Richtung Groß Breesen – fast parallel zur Kupferhammerstraße, in die sie nach den beiden Schrankenanlagen über die Bahngleise der Strecken Guben – Gubin sowie Guben – Frankfurt (Oder) mündet. Die Verbindung ist die kürzeste zu den Ortsteilen Groß Breesen und Bresinchen, argumentiert die Stadt. Wichtig sei die Strecke vor allem als Rettungsweg bei Großschadenslagen und Hochwasser.

Nach der Diskussion in den Fachausschüssen sei Konsens darüber erzielt worden, dass selbst die Variante, bei der nur einer der beiden Übergänge geschlossen und die Grunewalder Straße zur Sackgasse wird, von der Stadt abgelehnt wird.

Die Variantenvorschläge der Bahn reichen von der Aufrüstung mit Schließung beider Übergänge (Kosten: 700 000 Euro) bis hin zu Vollausbau sowie Freigabe des parallel verlaufenden Radweges für den Pkw-Verkehr (3,8 Millionen Euro). Wirtschaftlich vertretbar sei diese Variante allerdings nicht, betont das Unternehmen. Das Verkehrsaufkommen mit lediglich 345 Fahrzeugen pro Tag sei dafür zu gering.