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| 14:46 Uhr

Guben
Guben hofft auf Hort-Ausnahme

Guben. Die Stadt will beim Bildungsministerium um Verlängerung der Betriebsgenehmigung bitten. Von Silke Halpick

Neue Wendung beim Ausbau der Friedensschule: Die Stadt Guben will versuchen, die Sondererlaubnis für den Hortbetrieb nochmals um zwei Jahre zu verlängern. Dafür soll jetzt Kontakt zum Bildungsministerium aufgenommen werden. Bei einer Zusage ist die eine Million Euro teure Investition für den Ausbau zunächst vom Tisch.

Viel Hoffnung hat er aber nicht, wie der amtierende Bürgermeister Fred Mahro am Freitag auf RUNDSCHAU-Nachfrage einräumt. Er reagiert damit aber auf die im Wirtschaftsausschuss geäußerte Kritik. Der CDU-Stadtverordnete Klaus Schneider stellte die Frage,  ob die Schülerzahl in den kommenden fünf Jahren nicht wieder sinken und damit  die Investition in den Ausbau des Wohnhauses in der Schulstraße 8 überflüssig sei. 

„Das ist für uns nicht erkennbar“, hält Hermann Kostrewa, Sozialdezernet des Landkreises, dagegen. Laut Schulentwicklungsplan werde die Zahl der Erstklässler in Guben in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Zudem werden in der Friedensschule noch immer zahlreiche Räume sowohl vom Hort als auch von der Schule genutzt. Diese Doppelnutzung soll künftig nur noch in  Ausnahmefällen genehmigt werden, wie  Kostrewa erklärt. Für ihn steht fest, dass das Platzangebot für die Hortkinder am untersten Limit liege.

Den geplanten Ausbau des Wohnhauses in der Schulstraße 8 begrüßt der Sozialdezernent deshalb ausdrücklich. Er stellt sogar in Aussicht, bei baulich bedingtem Verzug die Sondergenehmigung um einige Monate verlängern zu können. Doch auf die Erweiterung in den nächsten zwei Jahren ganz zu verzichten, sei für ihn keine Option.

Der amtierende Bürgermeister plädiert dafür, dem Grundsatzbeschluss zum Ausbau des Wohnhauses zuzustimmen. Dies sei die wirtschaftlichste aller sechs vorgestellten Varianten, begründet er. An dieser will die Stadt festhalten, falls es keine Verlängerung der Betriebserlaubnis gebe. Mit einer Auskunft aus dem Bildungsministerium rechnet Mahro spätestens bis zum  30. Mai.

Beim Bildungsministerium ist noch kein Antrag eingegangen, wie Pressesprecher Ralph Kotsch sagt. Grundsätzlich werde aber bei einer „temporären Kapazitätserhöhung“ die Abstimmung mit dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe, also des Landkreises, sowie kommunalen Behörden wie der Unteren Bauaufsicht und des Brandschutzes empfohlen.