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| 18:40 Uhr

Frühling an der neiße
Grenzenlos per Bus verbunden

Umsteigen bitte: Symbolisch hielten zwei Busse der neuen Guben-Gubiner-Buslinie am Freitagnachmittag direkt auf der Neißebrücke.
Umsteigen bitte: Symbolisch hielten zwei Busse der neuen Guben-Gubiner-Buslinie am Freitagnachmittag direkt auf der Neißebrücke. FOTO: Ute Richter
Guben. Nach 73 Jahren und vier Monaten gibt es für die Gubener wieder eine Busline über die Neiße. Bald soll es auch Elektro-Busse geben.

Lange war es nur eine Vision, dann ging alles ganz schnell: Am Freitagnachmittag wurde die grenzüberschreitende Buslinie im Rahmen des Frühlingsfestes feierlich eröffnet und symbolisch fuhren schon mal sowohl ein polnischer als auch ein deutscher Bus der beteiligten Nahverkehrsunternehmen sich auf der Neißebrücke entgegen.

Offiziell geht es  aber erst am  kommenden Montag los. Um 6.34 Uhr ab Busbahnhof Gubin und 6.22 Uhr ab Bahnhof Guben werden die Busse den regulären Fahrgastverkehr aufnehmen; tagsüber fahren sie weitgehend im 60-Minuten-Takt. Mit den Schnittstellen zur Bahn in Guben und am Busbahnhof in Gubin sollen sich so vollkommen neue Möglichkeiten für Berufspendler und Einkaufstouristen, aber auch für Ausflügler ergeben.

Die ersten Passagiere waren Freitag bei der Jubiläumsfahrt die Bürgermeister der Städte Guben und Gubin, Fred Mahro und  Bartłomiej Bartczak, sowie deutsche und polnische Stadtverordnete, die beiden Geschäftsführer von DB Regio Bus Ost, Bernd Wölfel,  und PKS Zielona Gora, Zbigniew Zaborowicz, sowie Vertreter des Landkreises. Auf der Brücke warteten schon die Mitarbeiter der Euroregion Spree-Neiße-Bober in Guben sowie die Gubener Apfelkönigin Lydia Günther.

„Das ist heute ein erster Schritt des gemeinsamen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Es wird die gute Arbeit, die beide Städte seit Jahren verbindet, noch weiter voranbringen“, so Carsten Jacob, Geschäftsführer der Euroregion Spree-Neiße-Bober. „Der zweite Schritt wird die Einführung eines Elektrobusses sein.“ Der „Gub-E-Bus“ sei bereits bewilligt.

„Mit der Buslinie wurde wieder ein Baustein für das Haus Europa gesetzt“, sagte Kreistagsvorsitzende Monika Schulz-Höpfner (CDU). „Wir bauen solide. Und deswegen dauert es manchmal auch etwas länger. Doch letztlich zählt das Ergebnis und das kann sich doch sehen lassen. Die ohnehin schon sehr gute und enge Zusammenarbeit sieht man nun auch im ÖPNV.“ Sie habe noch eine Vision: „Eine Buslinie, die bis nach Cottbus und Zielona Gora reicht.“ Eine solche  Busverbindung gab es schon einmal.

Genutzt werden bereits bestehende Busverbindungen. Die Linien 171 und 172 des polnischen Busunternehmens PKS und die Linie 858 von DB Regio Bus Ost werden regelmäßig über die Grenzbrücke fahren. Die PKS-Busse werden auch das Neiße-Center ansteuern. Es gelten die jeweiligen Tarife des Busunternehmens (1,40 Euro beziehungsweise drei Zloty für eine Einzelfahrt). Eine Broschüre gibt Auskunft zu Tarifen, Haltestellen und Fahrzeiten. Sie liegt aus an zentralen Auslagestellen der Stadtverwaltungen Guben und Gubin, bei der Euroregion Spree-Neiße-Bober sowie den Servicestellen der DB Regio Bus Ost und PKS Zielona Gora. Sie ist aber auch im Internet abrufbar:
www.bahn.de/spreeneissebus
www.pks.zgora.pl