ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 06:53 Uhr

Einweihung
Gubens neuer Bahnhofsvorplatz

 Klare Struktur: Der neue Bahnhofsvorplatz von oben. Kritik gab es zuletzt an den schmalen Dächern der Unterstände.
Klare Struktur: Der neue Bahnhofsvorplatz von oben. Kritik gab es zuletzt an den schmalen Dächern der Unterstände. FOTO: stadt guben / Stadt Guben
Guben. Areal erhielt für 1,7 Millionen Euro ein völlig neues Aussehen und wurde Montag eingeweiht. Von Thomas Engelhardt

Nach knapp einjähriger Bauzeit hat die Stadt Guben am Montag den neu gestalteten Vorplatz des Bahnhofes eingeweiht. Im Beisein von Vertretern der Deutschen Bahn und der ausführenden Firmen, von Stadtverordneten, Mitarbeitern der Stadt- und der Kreisverwaltung sowie Vertretern städtischer Unternehmen wurde das symbolische Band wenige Minuten nach 10 Uhr durchtrennt. Nicht dabei war entgegen erster Ankündigungen die Staatssekretärin des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, Ines Jesse. Sie musste aufgrund einer Erkrankung kurzfristig passen.

Bürgermeister Fred Mahro (CDU) hob in seinen Worten hevor, dass es erste Visionen zur Neugestaltung bereits im Jahr 2010 gegeben habe. Nun seien im Zuge der Umgestaltung nagelneue Bussteige, 69 Stellplätze für Autos, 40 Stellplätze für Fahrräder und noch einmal zehn Fahrradboxen, eine Fahrgastinformation für alle Busreisenden, eine Ladestation für Elektroautos sowie eine Toilettenanlage entstanden. Außerdem wurde eine Wendeschleife für den Pkw- und Busverkehr errichtet sowie die Beleuchtung und die Regenentwässerung des Areals erneuert. Somit sei auch die Zufahrt zum Bahnhof jetzt attraktiver, sagte Mahro.

Apropos Attraktivität: Diese werde auch zunehmen, wenn Gubens Bahnhof ab dem Jahr 2022 eine bessere Anbindung nach Leipzig und eine Direktverbindung nach Finsterwalde erhalte.

 Symbolische Freigabe des neuen Bahnhofsvorplatzes durch Sven Rogosky, zuständiger Fachbereichsleiter der Stadt Guben, Lutz Schimke vom Planungsbüro IGF mbH aus Frankfurt (Oder), Bürgermeister Fred Mahro, Wolfgang Walter von der bauausführenden Firma ULT und Marko Dörschel DB Netz AG (v. l.).
Symbolische Freigabe des neuen Bahnhofsvorplatzes durch Sven Rogosky, zuständiger Fachbereichsleiter der Stadt Guben, Lutz Schimke vom Planungsbüro IGF mbH aus Frankfurt (Oder), Bürgermeister Fred Mahro, Wolfgang Walter von der bauausführenden Firma ULT und Marko Dörschel DB Netz AG (v. l.). FOTO: lr / Engelhardt

Insgesamt 1,7 Millionen Euro flossen in den Umbau. 75 Prozent der Summe sind Fördermittel des Landes Brandenburg, die restlichen 25 Prozent Gelder des Bundes. Dass das Geld sinnvoll angelegt ist, belegen laut Stadtverwaltung die Zahlen der Nutzer, die auf dem Gubener Bahnhof ein- und aussteigen. Tagtäglich seien es deutlich mehr als 1000 Reisende, die gezählt werden. Das entspreche einer Steigerung um 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Unter den Bahnkunden sind auch zahlreiche polnische Bürger. Da Gubin aktuell keinen funktionierenden Bahnhof besitzt, ist der Gubener Bahnhof praktisch einer für beide Städte. Mit der Fertigstellung sei auch das Ende der monatelangen Entbehrungen für die Bahnkunden, die Taxiunternehmen und den Öffentlichen Personennahverkehr gekommen.

 So trostlos präsentierte sich der Vorplatz des Gubener Bahnhofs vor seiner Erneuerung.
So trostlos präsentierte sich der Vorplatz des Gubener Bahnhofs vor seiner Erneuerung. FOTO: Daniel Schauff

Mahro betonte, er hoffe, dass der aktuelle Zustand des Bahnhofvorplatzes möglichst lange erhalten bleibe und die Bahnkunden und alle Gubener gemeinsam dafür sorgen, dass pfleglich mit den modernisierten Anlagen umgegangen werde.

Was für den Vorplatz gilt, gilt derweil für das direkte Umfeld der Bahnsteige nicht. Vor allem der Tunnel, die Treppen und Rampen weisen aktuell einen teils hohen Grad an Verschmutzung auf. Mahro verweist in diesem Zusammenhang auf die Verantwortung der Deutschen Bahn: „Unser Zuständigkeitsbereich endet mit dem Vorplatz.“ Mit seiner Neugestaltung sei die Stadt in Vorleistung gegangen, nun sei die Bahn gefordert, auch das restliche Umfeld auf Vordermann zu bringen.

 Klare Struktur: Der neue Bahnhofsvorplatz von oben. Kritik gab es zuletzt an den schmalen Dächern der Unterstände.
Klare Struktur: Der neue Bahnhofsvorplatz von oben. Kritik gab es zuletzt an den schmalen Dächern der Unterstände. FOTO: stadt guben / Stadt Guben